Das Spiel
Thun fährt mit dem 2:1-Heimerfolg gegen Luzern den zehnten Sieg in Folge ein. Nun fehlen noch drei weitere, um Basels Super-League-Rekord aus der Saison 2003/04 zu egalisieren.
Luzern legt frech und mutig los und sucht immer wieder den Weg nach vorne. Doch es sind die Berner Oberländer, die mit ihrer ersten Chance in Führung gehen. Und dieser Treffer scheint Schwung zu geben: Wenig später doppelt Elmin Rastoder mit seinem bereits siebten Tor in diesem noch jungen Jahr nach.
Vor dem Pausenpfiff fangen sich die Zentralschweizer, und es ist der ebenfalls formstarke Oscar Kabwit, der sein Team im Spiel hält. Für den Kongolesen ist es bereits der sechste Treffer in den letzten sechs Ligaspielen.
Nach der Pause hat Matteo Di Giusto eine dicke Möglichkeit auf den Ausgleich. Der 25-jährige Schweizer zieht von der linken Seite in die Box und hat freie Schussbahn. Sein Abschluss ist aber zu unplatziert und Torhüter Niklas Steffen kann parieren. In der 80. Minute hat Di Giusto die nächste Chance, sein Schlenzer trifft aber nur die Latte. Das grosse Schlussfeuerwerk von Luzern bleibt aus und Thun bringt die Führung über die Zeit.
Die Tore
24. Minute, Kastriot Imeri, 1:0. Weit vorn erobern Käit und Matoshi gemeinsam den Ball, dann geht alles blitzschnell: Matoshi zieht nach innen und legt perfekt quer auf Imeri, der aus zentraler Position Loretz überwinden kann.
29. Minute, Elmin Rastoder, 2:0. Abes Rückpass gerät zu kurz, Rastoder nimmt dankend an und kann alleine auf Goalie Loretz ziehen. Den Treffer erzielt der 24-Jährige mit viel Coolness. Er wartet bis Loretz am Boden ist und chippt einfach drüber.
43. Minute, Oscar Kabwit, 2:1. Dorn setzt sich auf der rechten Seite gegen Käit durch und bringt den Ball in den Strafraum. Dort landet der Ball vor den Füssen von Kabwit, der nur noch einschieben muss.
Die Stimmen
Das gab zu reden
Der Ramadan ist auch in der Super League ein Thema. In der 19. Minute, bei Sonnenuntergang, wird das Spiel unterbrochen. Luzerns Bajrami eilt sofort zur Seitenlinie, um Nahrung zu sich zu nehmen. Nach der kurzen Pause gehts weiter. Die Aktion wurde mit beiden Teams vor dem Spiel abgesprochen und ist gang und gäbe an vielen Orten im europäischen Fussball.
Der Beste
Elmin Rastoder. Eiskalt, wie er alleine vor Loretz wartet, und wartet. Und dann, als der Luzerner Goalie zu Boden geht, lässig über ihn drüber chippt. Schiesst sein siebtes Tor in diesem noch jungen Jahr. Bekommt in der 85. Minuten von Trainer Lustrinelli den Spezialabgang unter grossem Applaus durch die Vordertür.
Der Schlechteste
Taisei Abe. Sein Blackout in der 29. Minute wirft die Luzerner weit zurück. Den zu kurz geratenen Rückpass übernimmt Rastoder dankend – und es ist nicht das erste Mal in dieser Saison, dass dies dem Japaner passiert.
Die Schiedsrichter
Nico Gianforte. Bemerkenswert, dass der Schiedsrichter in diesem intensiven Spiel bis zur 83. Minute ohne Karte auskommt, ohne dass die Partie aus den Bahnen gerät. Dann holt Freimann Gelb ab.
Die Fans
Das Duell der beiden formstärksten Teams der Liga (Thun mit neun Siegen in Serie vor dem Spiel – Luzern mit drei in Folge) bekommt eine würdige Kulisse. Nicht nur die Thuner Ränge sind sehr gut gefüllt, sondern auch der Luzerner Auswärtsblock, der bis auf den letzten Platz gefüllt ist und fast gleich gross erscheint wie der der Thuner. Bis auf den letzten Platz gefüllt ist das gesamte Stadion, 10’014 Fans werden gemeldet – ausverkauft! Zum dritten Mal in dieser Saison nach den Duellen gegen Basel und YB.
So gehts weiter
Am Mittwochabend (20:30 Uhr) treffen die Luzerner zuhause auf YB. Für Thun steht am Tag darauf (20:30 Uhr) in der Stockhorn Arena das Duell gegen St. Gallen an.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 |






