Das Spiel
Als Desirée Blanco im Kybunpark zur Pause pfeift, ist die Premiere Tatsache: Erstmals liegt der FC St. Gallen in diesem Jahr nach 45 Minuten in Rückstand – ausgerechnet gegen das Schlusslicht Winterthur, das man in den beiden vorangegangenen Saisonduellen so klar besiegt hat. Dies hat vor allem zwei Gründe: Einerseits bringt Kasami die Zürcher nach 21 Minuten in Führung. Andererseits hält Kapino einen schlecht geschossenen Elfmeter von Boukhalfa.
Die Winterthurer Pausenführung ist nicht gestohlen: Die Gäste verteidigen in der ersten Halbzeit solidarisch, werfen sich in alle St. Galler Abschlüsse und setzen nicht nur beim Führungstreffer offensive Nadelstiche. Und sie sind sich auch nicht zu schade, in die Trick-Kiste zu greifen: Torhüter Kapino sieht bereits vor der 30. Minute Gelb wegen Zeitspiels.
An diesem Spielgeschehen ändert sich auch in Halbzeit zwei nichts: St. Gallen rennt an, das Winterthurer Bollwerk hält aber dagegen – und hat in gewissen Situationen auch das nötige Glück: Vogts Ausgleich nach 70 Minuten wird wegen eines Handspiels aberkannt.
Nur wenige Minuten später darf der St. Galler Stürmer dann doch noch jubeln, als er den Ball wuchtig im Winterthurer Tor versenkt. Es ist der Auftakt in eine heisse Schlussphase, in der vor allem das Heimteam auf den späten Siegtreffer drückt. Aber auch Winterthur hat noch eine Top-Chance auf den Lucky Punch: Burkart taucht nach 80 Minuten völlig alleine vor Zigi auf, kann den St. Galler Schlussmann aber nicht überwinden.
Dies sollte sich rächen, denn: In der Nachspielzeit erhält St. Gallen wieder nach VAR-Intervention einen Penalty zugesprochen – die Chance auf den späten Siegtreffer, die sich Vogt nicht nehmen lässt. Ohne Zittern geht es für die Ostschweizer allerdings nicht: Kryeziu vergibt tatsächlich noch einmal eine Top-Chance auf den Winterthurer Ausgleich.
Die Tore
21. Minute, Pajtim Kasami, 0:1. Nach einem Winterthurer Eckball bringt die St. Galler Hintermannschaft den Ball nicht weg – vielmehr behauptet Citherlet diesen im gegnerischen Strafraum. Seine Rückgabe findet Kasami, der aus der zweiten Reihe abzieht und die Gäste durch das Durcheinander vor Zigi hindurch in Führung bringt.
76. Minute, Alessandro Vogt, 1:1. Ein hoher Ball in den Winterthurer Strafraum findet Boukhalfa, der aber aus kurzer Distanz an Kapino hängen bleibt. Der Abpraller landet jedoch direkt vor den Füssen von Vogt – und der Schweizer U21-Nationalspieler trifft wuchtig zum Ausgleich.
90.+4 Minute, Alessandro Vogt, 2:1. Bei einem Zweikampf zwischen Vogt und Zuffi schnellen die Hände des Winterthurers nach oben und werden auch vom Ball getroffen. Der VAR schaltet sich ein, woraufhin Schiedsrichterin Blanco auf den Punkt zeigt. Vogt läuft an und erzielt den späten St. Galler Siegtreffer. Dass Kapino noch dran ist, macht das Gegentor für Winterthur umso bitterer.
Die Stimmen
Der Beste
Alessandro Vogt. Das Schweizer Sturm-Juwel sorgt für die Wende. Nachdem er zuerst noch Pech bekundet, dass sein Treffer in der 69. Minute wegen Hands aberkannt wird, schlägt er danach trotzdem noch zweimal zu und steht jetzt bei 14 Saisontoren. Beim Penalty in der Nachspielzeit hat er allerdings das Glück des Tüchtigen.
Der Schlechteste
Aliou Baldé. Der St. Galler Stürmer, der sehr stark in die Rückrunde gestartet ist, zieht für einmal einen schwachen Tag ein. Seine Auswechslung nach gut einer Stunde ist die logische Folge.
Das gab zu reden
Winti-Trainer Patrick Rahmen krempelt seine Mannschaft komplett um. Im Vergleich zum 0:3 am Mittwoch gegen Thun bringt er sieben neue Leute: Citherlet. Mühl, Ulrich, Schneider, Kasami, Golliard und Buess. Und die Massnahme verfehlt ihre Wirkung nicht; das zuletzt teils inferiore Schlusslicht zeigt sich wesentlich verbessert, steht am Schluss trotzdem ohne Punkt da.
Die Schiedsrichter
Désirée Blanco hat ihre liebe Mühe, das von vielen Zweikämpfen geprägte Spiel in den Griff zu kriegen. Bleibt ohne groben Schnitzer, könnte aber den Mut haben, den ersten Penalty nicht zu pfeifen, obwohl sie vom Videoschiedsrichter an den Bildschirm gerufen wird.
Die Fans
17586 Fans kommen in den Kybunpark und sorgen wie immer für eine prächtige Stimmung. Der Espenblock empfängt seine Mannschaft mit einer wunderbaren Choreo mit dem Heiligen Gallus und einem Bären vor der Stadt St. Gallen. Auch die Winti-Fans feuern ihr Team ununterbrochen an.
So gehts weiter
In der Super League steht eine englische Woche an, weshalb es für den FC Winterthur bereits am kommenden Dienstag in der Liga weiter geht. Dann empfangen die Zürcher um 20:30 Uhr auf der Schützenwiese Servette. Etwas mehr Pause kriegt der FC St. Gallen, der am Donnerstag zu Leader Thun reist. Auch die Partie in der Stockhorn-Arena beginnt um 20:30 Uhr.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 |






