Das Spiel
Espen-Schock in der Nachspielzeit! Lange sieht es danach aus, als würde St. Gallen im Nachholspiel gegen Lugano den Sieg über die Runden bringen. Aber in der 92. Minute müssen die Ostschweizer noch den Ausgleich hinnehmen – in Überzahl!
Zu Beginn zünden die Espen wie so häufig ein Feuerwerk und kommen durch die beiden Schienenspieler Vandermersch (4.) und Witzig (12.) zu den ersten gefährlichen Aktionen. Letzterer taucht nur wenig später erneut vor dem gegnerischen Gehäuse aus und trifft zur verdienten Führung für das Heimteam.
Auf eine konkrete Antwort der Tessiner wartet man lange vergeblich. Die Luganesi haben zwar mehr Ballbesitz, wissen damit allerdings nur wenig anzufangen. Defensiv haben sie den FCSG nun zwar etwas besser im Griff als noch zu Beginn der Partie, wenn es gefährlich wird, dann aber weiterhin vor dem Tor von Lugano-Goalie von Ballmoos.
Nach dem Seitenwechsel ändert sich am Spielgeschehen vorerst nicht viel. Erst nach einem Foulspiel von Dos Santos (64.), für das der Luganesi mit Gelb-Rot vom Platz fliegt, nimmt die Partie wieder Fahrt auf. Ausgerechnet in Unterzahl wird Lugano besser und trifft innert kürzester Zeit erst die Latte und dann zum vermeintlichen Ausgleich, vor dem Pihlström jedoch im Abseits steht.
Viel mehr lassen die Espen in der Schlussphase lange nicht mehr zu – bis zum Ausgleich von Steffen wenige Augenblicke vor Schluss. Damit beträgt der Vorsprung der St. Galler auf die Tessiner nach wie vor fünf Punkte statt deren acht.
Die Tore
15. Minute, Christian Witzig, 1:0. Witzig spielt einen hohen Ball auf Besio. Der Youngster macht die Kugel stark fest und legt zurück auf Witzig, der den Ball mit einem satten Halbvolley im Tor versenkt.
90.+2 Minute, Renato Steffen, 1:1. Steffen bringt aus dem rechten Halbfeld einen Ball zur Mitte. Die Hereingabe wird immer länger und segelt auch über Zigi hinweg ins Tor. Dieser sieht nicht gut aus.
Der Beste
Jozo Stanic hat massgeblichen Anteil daran, dass St. Gallen lange Zeit die Null hält. Immer wieder grätscht er und gewinnt viele Zweikämpfe. Auch in der Angriffsauslösung beteiligt sich der Innenverteidiger häufig.
Der Schlechteste
Daniel Dos Santos. Eigentlich zeigt der 23-Jährige keine schlechte Partie, ist lange das einzige Element, das die Lugano-Offensive belebt. Mit seiner Gelb-Roten Karte innert 13 Minuten erweist er seiner Mannschaft einen Bärendienst.
Das gab zu reden
Am Samstag konnte die Partie wegen des starken Schneefalls nicht stattfinden. Sieben Minuten vor Anpfiff kam die Absage der Partie. Dieses Mal spielt das Wetter keine Rolle, auch wenn es recht kalt ist und die Fans dick eingepackt auf der Tribüne sitzen.
Die Schiris
Anojen Kanagasingam leitet die Partie unaufgeregt. Nach 20 Minuten hätte er nach einer Intervention von Steffen gegen Witzig auch auf Penalty entscheiden können. Das belässt er aber und das geht auch in Ordnung.
Die Fans
Rund 50 Tessiner Fans haben die weite Anreise auf sich genommen und feuern ihre Mannschaft an. Auch sonst weist der normalerweise gut gefüllte Kybunpark einige freie Sitzplätze auf. Der Espenblock sorgt trotzdem für eine gute Stimmung. 15’841 Fans verfolgen das Spiel im Stadion.
So gehts weiter
Der FCSG ist am Samstag (20.30 Uhr) in Sion zu Gast. Lugano spielt am Sonntag (16.30 Uhr) auswärts bei YB.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 |






