Das Spiel
Der FC Sion verpasst es, Lugano im Kampf um die internationalen Plätze auf die Pelle zu rücken. Obwohl die Gäste aus dem Wallis das gefährlichere Team sind, verlieren sie mit 1:2.
Die Startphase im Stadio Cornaredo hat es in sich. Die beiden besten Abwehrreihen nach Leader Thun zeigen ihre Qualität nicht von Anfang an. Nachdem der agile Winterneuzugang Franck Surdez von Ahmed Kendouci im Strafraum zu Fall gebracht wird, bringt Ali Kabacalman die Gäste früh per Penalty in Führung (10.). Fast im direkten Gegenzug trifft Renato Steffen per Flipper-Tor zum Ausgleich (12.).
In der Folge entwickelt sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Lugano leicht mehr Spielanteile und Sion die besseren Torchancen hat. Die besten vergeben Rilind Nivokazi, dessen Kopfball nach einer Ecke kurz vor der Pause nur die Latte trifft, und Théo Berdayes, dessen verdeckt abgegebenen Schuss Amir Saipi mit einer Fussabwehr entschärft (56.).
Den Unterschied macht am Ende die Torjägerqualität von Kevin Behrens. In der 58. Minute wird der Deutsche für seinen «besten Freund» Georgios Koutsias eingewechselt, mit dem er im Wintertrainingslager körperlich aneinandergeraten ist. Vier Minuten später liegt der Ball im Netz. Nach dem Führungstreffer spielt Lugano den Sieg souverän ins Trockene.
Dank des Sieges vergrössert das drittplatzierte Lugano den Abstand auf Sion auf acht Punkte. Sion verliert aufgrund des Sieges von YB in Luzern einen Rang und ist neu Sechster.
Die Tore
10. Minute, Ali Kabacalman, 0:1. Kendouci lässt gegen Surdez im Strafraum das Bein stehen. Dieser fällt – Schiedsrichter Fedayi San zeigt auf den Punkt. Kabacalman trifft souverän in die linke Ecke. Saipi im Tor ahnt diese, ist aber trotzdem chancenlos.
12. Minute, Renato Steffen, 1:1. Die postwendende Antwort der Hausherren: Mattia Zanotti flankt von links im Sechzehner halbhoch ins Zentrum, trifft aber nur Sion-Verteidiger Kreshnik Hajrizi. Von dessen Brust geht der Ball aufs Tor, wo Anthony Racioppi den Einschlag zunächst verhindert. Beim Abstauber von Renato Steffen ist er dann am Boden liegend ohne Chance.
62. Minute, Kevin Behrens, 2:1. Dos Santos steckt in den Lauf von Behrens durch, Luganos Toptorschütze versenkt den Ball von halb links im Strafraum mit einem satten Schuss in die nahe Ecke im Netz.
Die Stimme (gegenüber Blue)
Renato Steffen (Lugano): «Ich denke der Sieg ist verdient. Wir haben einen unnötigen Penalty zum 0:1 verschuldet, da müssen wir uns im Sechzehner besser anstellen. Dann haben wir schnell die Antwort gefunden und hatten sie eigentlich im Griff. Teilweise fehlte aber etwas die Präzision. Mit einer guten Aktion, in der der Steckpass auf Kevin Behrens durchkommt, gewinnen wir dann das Spiel. Klar müssten wir uns mehr Chancen herausspielen, um nicht zu zittern, aber im Fussball zählen die Punkte. Nach einem nicht so guten Spiel gegen GC haben wir uns wieder die drei Punkte erkämpfen können.»
Der Beste
Kevin Behrens. Erzielt vier Minuten nach seiner Einwechslung seinen elften Saisontreffer. Beeindruckend, wie kaltblütig der Deutsche vor dem Tor ist.
Der Schlechteste
Josias Lukembila hat seinen Stammplatz von Saisonbeginn längst verloren. Der Auftritt gegen Lugano wird ihm nicht mehr Einsatzzeit bescheren. Unsichtbar.
Das gab zu reden
Wenn Lugano in einem Bereich den Titel des Schweizer Meisters verdient, dann ist es der des Stadionsprechers. Der Speaker im Cornaredo macht seinen Job ausgezeichnet und vermittelt dem neutralen Zuschauer beim Vorlesen der Aufstellungen das Gefühl, er befinde sich in Neapel oder Rom. Allein schon seine Art, «Antonios PA-PA-DO-POU-LOS» anzukündigen, ist den Eintrittspreis wert.
Die Schiris
Fedayi San trifft die umstrittene Entscheidung, in der 8. Minute nach einem sehr leichten Kontakt zwischen Kendouci und Surdez einen Elfmeter für Sion zu pfeifen. Der VAR widersprach ihm nicht, da der Fehler nicht offensichtlich ist. Aber sein Pfiff ist sehr grosszügig gegenüber den Wallisern. Ansonsten gibt es keine Aufreger.
Die Fans
Auf den Tribünen gibt es keine Zwischenfälle, das Spiel verläuft sehr ruhig, abgesehen von ein paar Rauchpetarden nach dem 2:1. Etwa 150 Fans reisen an diesem Mittwoch aus dem Wallis an. Insgesamt sind 3128 Zuschauer anwesend.
So gehts weiter
Sion spielt am Samstag zu Hause gegen Schlusslicht Winterthur (18 Uhr). Lugano empfängt später am Abend den FC Luzern (20.30 Uhr).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 |






