Das Spiel
Mehrere Jahre durchlief Alvyn Sanches den Nachwuchsbereich von Lausanne und absolvierte im Anschluss über 100 Spiele für die erste Mannschaft der Waadtländer. Bei seiner Rückkehr ins Stade de la Tuilière tut er seinem ehemaligen Verein so richtig weh. Der YB-Mittelfeldspieler erzielt die einzigen beiden Tore der Partie und schiesst die Berner damit zum 2:0-Sieg.
Zum ersten Mal trifft Sanches kurz vor der Pause – es ist der Höhepunkt einer ansonsten ereignisarmen ersten Halbzeit. Erst wenige Minuten zuvor verzeichnet Virginius den ersten YB-Abschluss überhaupt. Lausanne auf der anderen Seite hat lange die etwas gefährlicheren Ansätze, eingreifen muss Keller im Tor der Berner allerdings nie.
Kurz nach dem Seitenwechsel machen sich die Waadtländer das Leben selbst schwer: Sow trifft Sanches mit offener Sohle und fliegt folgerichtig mit Rot vom Platz. Die Überzahl nutzt Sanches sogleich aus und sorgt mit seinem zweiten Treffer der Partie für die Vorentscheidung.
Lausanne kann mit einem Mann weniger nämlich nicht mehr reagieren. Die Gäste haben das Geschehen weitestgehend im Griff und beanspruchen nur beim Lattentreffer von Fofana (70.) etwas Glück. So feiert YB einen wichtigen Erfolg im Strichkampf. Einzig Luzern kann den Bernern im Kampf um die Top 6 wohl noch gefährlich werden.
Die Tore
43. Minute, Alvyn Sanches, 0:1. YB schaltet nach einem Ballgewinn schnell um. Benito lanciert Monteiro, der Soppy stehen lässt und in den Strafraum eindringt. Der Mittelfeldspieler legt quer zu Sanches, der nicht eng genug bewacht wird und zur Führung trifft.
55. Minute, Alvyn Sanches, 0:2. Die Berner kombinieren sich auf der rechten Seite durch. Am Ende ist es Valery, der eine Flanke zur Mitte bringt. Dort steht Sanches völlig frei und schnürt per Volley den Doppelpack.
Die Stimmen
Der Beste
Keine schwierige Wahl: Doppelpacker Alvyn Sanches. Doch nicht nur wegen seiner beiden Tore ist er der Beste. Der Junge schwebt bald wieder so über das Spielfeld wie vor seinem Kreuzbandriss. Und er erobert enorm viele Bälle.
Der Schlechteste
Es ist viel Pech im Spiel beim Rot-Foul von Karim Sow gegen Alvyn Sanches. Die Intention ist klar ein ganz normales Einsteigen. Am Ende bleibt der Sows Schuh aber im Kunstrasen stecken und landet, Sohle voran, auf der Wade des Berners. Dennoch: Sow ist dafür ganz alleine verantwortlich. Und er kommt von hinten und trifft den Ball nicht.
Das gab zu reden
Eiseskälte in der Tuilière. Der Wind macht die sechs, sieben Grad zu gefühlten zwei, drei. Vor drei Tagen war da noch zwanzig Grad…
Die Schiris
Die Rote Karte ist regeltechnisch einwandfrei. Das hat Luca Cibelli gut gesehen. Die übrigen zwei Karten waren indes unberechtigt. Und auch sonst irrt sich der Ref beim einen oder anderen Foul. Unter dem Strich: knapp genügend.
Die Fans
Fast 10’000 kommen ins Stade de la Tuilière und trotzen der Eiseskälte. Beide Fanlager mit Gesängen. Zumindest in der ersten Halbzeit leisten die Spieler keinen Beitrag zur Erwärmung der Zuschauenden. Umso stärker ist der Auftritt der beiden Fanlager.
So gehts weiter
YB empfängt am nächsten Sonntag (16.30 Uhr) Lugano. Lausanne spielt zur selben Zeit auswärts bei Luzern.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel 0:0 | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys 0:0 | 31 | 5 | 46 |






