FCL-Coach weiter in der Krise
Wie sicher ist Mario Fricks Job, Herr Meyer?

Der FC Luzern schwächelt in der Liga seit Monaten. Mittlerweile steckt die Zentralschweizer tief im Abstiegssumpf. Wie sicher sitzt Trainer Mario Frick beim FCL noch im Trainersattel?
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Acht Punkte aus den letzten elf Runden – so erfolglos wie in dieser Saison ist der FC Luzern unter Mario Frick (51) noch nie gewesen. Entsprechend werden die kritischen Stimmen lauter. Vereinzelt wurde sogar spekuliert, dass eine Niederlage in Sion zur Entlassung des Trainers hätte führen können. 

Verloren hat Luzern bekanntlich nicht. Ist Fricks Job damit ausser Gefahr?

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Mario Frick macht keine einfache Zeit durch.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Sportchef Remo Meyer (45) sprach Frick bereits Ende Dezember öffentlich das Vertrauen aus – und bekräftigt dies nun erneut gegenüber Blick: «Die Situation ist unverändert. Mario ist seit über vier Jahren Trainer bei uns, und in dieser Zeit haben wir ein grosses gegenseitiges Vertrauen aufgebaut.» Und er ergänzt: «Er geniesst unsere maximale Unterstützung.»

Bekommt Frick seinen gewünschten Transfer?

Ein klares Statement. Meyer will damit die Diskussion um die Trainerposition ein für alle Mal beenden. Eine Entlassung Fricks scheint vom Tisch. Nur falls die Resultate weiter einbrechen und der Trainer – wie er bereits selber angedeutet hat – spürt, dass ihm die Mannschaft nicht mehr folgt, könnte eine einvernehmliche Trennung zum Thema werden.

Ansonsten ist davon auszugehen, dass der Liechtensteiner seinen Vertrag erfüllt und mindestens bis zum Sommer im Amt bleibt. Luzern tut es damit dem FC Lugano gleich. Im Tessin hielt man im Spätsommer trotz anhaltender Krise an Mattia Croci-Torti (43) fest – eine Entscheidung, die sich auszahlte. Darauf hofft man nun auch in der Zentralschweiz.

Das Wort Zusammenhalt wird grossgeschrieben, auch mit Blick auf den Transfermarkt. Nachdem Fricks Wunsch nach einem Spieler mit Führungsqualitäten im Dezember noch unerfüllt geblieben war, zeigt sich Meyer nun offener: «Wir halten die Augen weiterhin offen. Sollte sich eine passende Möglichkeit ergeben, das Team zu verstärken, werden wir diese nutzen.»

Doch wo könnte dem FCL eine Verstärkung helfen? Wie Frick selbst betont hat, ist die Mannschaft zu lieb. Bemerkbar ist das auf einigen Positionen – besonders aber im Mittelfeld. Im 4-4-2-Raute-System fehlt es auf der Acht an Präsenz, an Härte, an einem Spieler, der vorangeht und auch mal wehtut.

Meyer sieht Fortschritt

Klar ist aber auch: Mit einer einzelnen Verstärkung werden in Luzern kaum alle Probleme gelöst sein. Die Verantwortung liegt also hauptsächlich bei den Spielern, die bereits da sind. Und genau in dieser Hinsicht sieht Meyer nach der klaren Heimniederlage gegen Lugano einen Fortschritt: «Das Team hat sich im Wallis gesteigert. Nun gilt es, daran anzuknüpfen und den Fokus auf die kommenden Spiele zu legen. Dann sind wir überzeugt, dass wir auch resultatmässig belohnt werden.»

Am kommenden Wochenende bietet sich dafür eine passende Gelegenheit. Luzern empfängt den Rivalen aus der Ostschweiz – und die Bilanz gegen den FC St. Gallen spricht klar für Blau-Weiss. Die letzte Heimniederlage datiert vom 1. Dezember 2019. Ein gutes Omen – und auch für Frick, um seine Position im kritischen Luzerner Umfeld wieder zu stärken.

Super League 25/26, Championship Round
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
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