Droht wieder eine Absage?
Wintis «Schützenacker» erhitzt in der Super League die Gemüter

Am Mittwoch ist laut Wetterbericht mit Minustemperaturen zu rechnen. Ist das Nachtragsspiel zwischen Winterthur und dem FCSG erneut in Gefahr?
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Das Spiel vom 17. Januar musste wegen vereister Stellen abgesagt werden.
Foto: keystone-sda.ch
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Stefan KreisReporter Fussball

Noch selten sorgte eine Spielabsage in der Super League für mehr rote Köpfe als jene zum Rückrundenauftakt Mitte Januar. Weil der Rasen auf der Schützenwiese an vereinzelten Stellen vereist ist, senkt der verantwortliche Schiedsrichter vier Stunden vor dem geplanten Anpfiff den Daumen. Der FCW und der FCSG starten eine Woche später ins neue Jahr.

Winti-Coach Patrick Rahmen nennt die Absage damals «peinlich». FCSG-Coach Enrico Maassen kritisiert die Bedingungen auf der Schützenwiese. «In einer ersten Liga, insbesondere in einem so modernen Land wie der Schweiz, muss es in den Stadien eine Rasenheizung geben. Ein gewisser Standard muss vorhanden sein.»

Weil die aber erst in ein paar Jahren kommen wird, wird es auf der Winterthurer Schützenwiese in Zukunft erneut zu Verschiebungen im Spielkalender kommen. Auch am Mittwoch? Schliesslich sind laut Wetterbericht Minustemperaturen angesagt. Auch Schnee könnte fallen. Droht erneut eine Absage?

Stadt Winterthur glaubt, dass gespielt werden kann

Dave Mischler vom Sportamt Winterthur, dessen Behörde für die Rasenpflege auf der Schützenwiese verantwortlich ist, rechnet damit, dass gespielt werden kann. «Der Boden wird nicht gefroren sein. Ein gewisses Risiko bleibt aber, falls wider Erwarten mehr Schnee als angekündigt fallen würde.»

Auf die Frage, ob man aus der letzten Spielverschiebung etwas gelernt habe, antwortet Mischler: «Wie letztes Mal schon gesagt, haben wir in der Vorbereitung auf den Match vom 17. Januar unser Möglichstes getan. Wir haben den Rasen von Hand vom Schnee geräumt und das Feld mit Folien abgedeckt. Nichtsdestotrotz kann man aus jeder Situation lernen und wir haben uns in der Zwischenzeit mit den Spielverantwortlichen der Liga, anderen Stadionbetreibern und Fachleuten von spezialisierten Firmen ausgetauscht und versuchen, unsere Abläufe und Prozesse auch ohne Rasenheizung stets zu optimieren.»

So oder so ist klar: Die Schützenwiese wird – wie eigentlich immer in den Wintermonaten – ein Schützenacker sein. Was nicht allen missfällt. FCSG-Verteidiger Chima Okoroji beispielsweise spielt laut eigener Aussage lieber auf so einer Unterlage als auf einem Kunstrasen. 

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