FCZ-Kamberi sieht Rot – knifflige Entscheidung um Notbremse
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Highlights im Video:FCZ-Kamberi sieht Rot – knifflige Situation um Notbremse

«Dachte, der VAR meldet sich»
Sogar YB wird von Kamberi-Rot überrascht

Der FCZ gerät bei YB früh in Unterzahl – Rot für Lindrit Kamberi. Doch selbst die Berner sagen, dass die Notbremse wohl keine war.
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Lindrit Kamberi holt mit seiner Risiko-Grätsche Samuel Essende von den Beinen.
Foto: keystone-sda.ch
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Florian RazReporter Fussball

Verkehrte Welt im Wankdorf. Da ziehen sich die Spieler des FC Zürich auf die Aussage zurück, dass sie halt noch keine Wiederholung gesehen hätten von dieser umstrittenen Situation. Und dann kommen die Vertreter der Young Boys und sagen klipp und klar: Nein, dieser Platzverweis gegen Lindrit Kamberi (26) wegen einer Notbremse an Samuel Essende (28) in der 22. Minute, der war vermutlich falsch.

Sandro Lauper (29) meint: «Ich war der Meinung, dass der zweite Verteidiger nahe genug gewesen wäre, um einzugreifen. Ich war überrascht, dass sich der VAR nicht meldet.» YB-Trainer Gerardo Seoane (47) findet zur roten Karte: «Es ist nicht offensichtlich, dass der Weg direkt zum Tor geht. Schon sehr hart bewertet.»

«Kamberi-Rot? Überrascht, dass der VAR nicht eingriff»
2:49
Ehrliche Worte von YB-Lauper:«Kamberi-Rot? Überrascht, dass der VAR nicht eingriff»

Fakt ist, dass Schiedsrichter Urs Schnyder (39) sofort Rot zückt. Und weil es kein offensichtlicher Fehlentscheid ist, muss er sich die Szene auch nicht noch einmal auf dem Bildschirm anschauen.

Krasniqi-Ballverlust am Ursprung der Rot-Szene

Klar ist auch, dass die Partie in Bern damit eigentlich nach 22 Minuten beendet werden könnte. FCZ-Trainer Dennis Hediger (39) will nach Spielschluss zwar einen «sehr mutigen Start» seiner Spieler gesehen haben. Aber um zu diesem Schluss zu kommen, muss man vermutlich die Brille FCZ-Spezial mit Scheuklappen tragen. Seine Zürcher sind von Anfang an in erster Linie darauf bedacht, hinten so kompakt wie möglich zu stehen. Den Weg nach vorne treten sie nur in Ausnahmesituationen an.

Um so bitterer, dass es genau so ein Moment ist, der ihnen das Genick bricht: Alvyn Sanches (23) gewinnt in der YB-Hälfte den Ball gegen Bledian Krasniqi (24). Danach wird der FCZ von einem Steilpass überrascht. Und Kamberi entscheidet sich für das Hochrisiko-Tackling, dass ihm den Platzverweis einbringt.

Huber verhindert höhere FCZ-Pleite

Danach verschanzen sich die Zürcher noch mehr im eigenen Strafraum wie zuvor. Und einer beweist, dass man bei einer 0:3-Niederlage zum Gewinner werden kann: Silas Huber (20). Der Goalie, der erst in diesem Winter Yanick Brecher (32) aus dem Tor verdrängt hat, fliegt wie ein junger Gott durch seinen Strafraum.

Über eine Stunde hält der FCZ so das 0:0. Bis Lauper sich ein Herz fasst und Huber per Weitschuss doch noch bezwingt. «Verzweiflung war es noch nicht», sagt er danach mit einem Lächeln: «Ich dachte, ich versuche es einfach mal.»

Es ist die Entscheidung. Weil YB danach gnadenlos ausnutzt, dass die Zürcher in der 71. Minute nach einem Wechsel für einen Moment unorganisiert sind. Chris Bedia (29) trifft zum 2:0 und verwandelt dann einen an ihm verursachten Penalty. Zwei Tore als Antwort darauf, dass er zu Spielbeginn wieder erst auf die Bank sitzen muss.

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Super League 25/26, Championship Round
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
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