Während der englischen Woche in der spanischen Liga sorgte eine Verletzungsserie prominenter Stars für einen Aufschrei in der Fussballwelt. Zum einen ist da Lamine Yamal (18): Den Superstar erwischte es beim 1:0-Sieg gegen Celta Vigo ausgerechnet bei seinem Penalty-Tor. Zwar bestätigte der FC Barcelona in einem Statement Yamals Saisonaus, gab jedoch vorsichtige Entwarnung für die WM – dort solle der Spanier «wieder einsatzbereit» sein.
Bereits am Vortag erwischte es Real-Madrid-Star Arda Güler (21, Türkei). Gemäss der spanischen Sportzeitung «Marca» sei eine WM-Teilnahme zweifelhaft.
Diese Stars müssen definitiv passen
Nach seinem Anfang März erlittenen Kreuzbandriss wird Teamkollege Rodrygo (25) definitiv nicht mit Brasilien zur Weltmeisterschaft fahren. Neben Rodrygo wird Brasilien-Coach Carlo Ancelotti mit Eder Militao (28) auf einen weiteren Real-Spieler verzichten müssen. Beim Innenverteidiger taucht im letzten Ligaspiel eine altbekannte Muskelverletzung im Oberschenkel auf, jetzt will er sich operieren lassen. Die Ausfallzeit wird auf vier bis fünf Monate geschätzt, damit ist die WM futsch. Bayern-Star Serge Gnabry (30) wird die WM wegen einer Adduktorenverletzung verpassen, wie der deutsche Nationalspieler am Mittwoch in den sozialen Medien bekanntgab.
Auch die Premier League fordert mehrere Opfer. Spurs-Star Xavi Simons (23) zog sich im letzten Ligaspiel einen Kreuzbandriss zu und wird das Turnier definitiv verpassen. Zudem ist für Hugo Ekitiké (23) der Traum von der ersten WM-Teilnahme mit der Équipe Tricolore geplatzt. Der Liverpool-Stürmer zog sich im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen PSG einen Achillessehnenriss zu und wird bis Jahresende ausfallen.
Mehrere Profis bangen
Andere Stars kämpfen noch um ihre WM-Teilnahme. Dazu zählen etwa die Premier-League-Profis Reece James (26, England), Alisson (33, Brasilien) sowie die ManCity-Verteidiger Rúben Dias (28, Portugal) und Josko Gvardiol (24, Kroatien). Während die ersten drei aktuell an Oberschenkelverletzungen laborieren, arbeitet Gvardiol nach seinem Schienbeinbruch zu Jahresbeginn an seinem Comeback.
Auch das belgische Duo Thibaut Courtois (33) und Romelu Lukaku (32) dürfte rechtzeitig fit werden – ein potenzieller Schlüsselfaktor für den Erfolg der Roten Teufel. Während der Real-Keeper als sicherer Rückhalt gilt, soll Rekordtorschütze Lukaku (89 Tore) für die Treffer sorgen. Dennoch bleibt ein Fragezeichen hinter dessen Verfassung: Der Napoli-Stürmer kommt diese Saison auf lediglich sieben Einsätze – keinen davon in der Startelf.
Luca Zidane (27), Sohn von Fussball-Legende Zinédine Zidane (53), hat sich am Wochenende im Einsatz für seinen Klub Granada einen Kiefer- und Kinnbruch zugezogen. Während die genaue Ausfallzeit noch ungewiss ist, wackelt für Algeriens Nummer eins die WM-Teilnahme. Damit verschärfen sich die Sorgen von Ex-Nati-Coach Vladimir Petkovic (62): Dem aktuellen Nationaltrainer Algeriens droht ein Engpass im Tor, da sich auch beide Stellvertreter Zidanes – darunter Melvin Mastil (26) vom Challenge-League-Klub Stade Nyonnais – erst kürzlich verletzt haben.
Oranje zittert um Trio
Neben Xavi Simons plagen Holland gleich drei weitere personelle Sorgenkinder. Dies betrifft die Premier-League-Legionäre Justin Kluivert (26), der sich Anfang des Jahres einer Knie-OP unterziehen musste, und Matthijs de Ligt (26), der aktuell wegen einer Rückenverletzung ausfällt.
Zusätzlich bangt Oranje um den Rekordtorschützen Memphis Depay (32, 55 Tore), dem eine Verletzung am Beinbeugermuskel zu schaffen macht.

















