Real-Präsident kämpft um Cristiano
Millionenpoker um Ronaldo

Neue Brille, neue Frisur – und Millionen-Angebote für Cristiano Ronaldo. Die Grossklubs reissen sich um ihn.
Publiziert: 10.06.2013 um 21:47 Uhr
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Aktualisiert: 30.09.2018 um 22:56 Uhr
Professor Ronaldo! Cristiano kam mit Brille und neuer Frisur in die Schweiz. Links Nati-Teamkollege Hugo Almeida.
Von Sébastian Lavoyer

Nein, Cristiano Ronaldo hat keine Sehschwäche. Er trägt weder Kontaktlinsen noch Brille. Doch kurz nach der Landung in Genf, wo er gestern Abend mit der Nationalmannschaft ein Freundschaftsspiel gegen Kroatien bestritt, postet er ein Bild von sich auf Twitter.

Mit schwarzer Hipster-Brille. Nur ein Accessoire und Teil seiner Style-Auffrischung. Denn zugleich präsentierte Ronaldo auch eine neue Frisur. Blondiert und zum Kamm aufgestellt statt dunkel und nach hinten gegelt.

Mag sein, dass er mit dem neuen Look in der Gunst der Frauen steigt – bei den Fussballklubs war und ist er auch so hoch im Kurs. Der englische Boulevard druckt gar schon das Datum, an dem Ronaldo bei Manchester United präsentiert werden soll.

Ablöse: 1 Milliarde

Am 8. August bei Rio Ferdinands Abschiedsspiel gegen Sevilla. Wie bitte? Sein Vertrag läuft doch noch bis 2015. Ausserdem haben sich die Madrilenen gegen jegliche Scheich-Gelüste abgesichert und eine Ablöse von einer Milliarde festgeschrieben.

Diese Summe ist natürlich absurd. Laut «The Sun» ist ManU bereit, rund 95 Millionen Franken springen zu lassen, wenn Real den schussgewaltigen Portugiesen ziehen lässt. Auch ManCity, PSG und Monaco streichen dem Pseudo-Brillenträger Honig um den Mund.

Die Zahlen gleichen sich: Netto-Jahreslohn von 28 Millionen Franken. Vollbesitz der Bildrechte im Wert von geschätzten 30 Millionen Franken pro Jahr (Real zweigt derzeit 40 Prozent davon ab). So wäre er endlich der bestverdienende ­Kicker. Sein grosser Traum.

Ob der vielen Begehrlichkeiten sieht sich nun auch Real-Präsi Florentino Pérez zum Handeln gezwungen. Gegenüber «AS» sagt er: «Cristiano Ronaldo muss bei uns bleiben. Er will, ich will, und die Fans wollen.» Und er schmeichelt Ronaldo: «Er wird unser zukünftiger Alfredo Di Stéfano (a. d. R. Klublegende Reals).»

Macht Real Geld locker?

Hübsche Worte. Doch Pérez macht noch nicht wirklich Kohle locker. 18,5 Millionen bietet er ihm pro Jahr. Die Bildrechte will er nicht abtreten. Ob ein solcher Vertrag Ronaldo überzeugen kann? Wohl kaum. Ausser er braucht wirklich eine Brille, weil er den Vertrag nicht richtig lesen kann.

Wie wertvoll er ist, zeigt er auch gegen Kroatien. Sein Tor zum 1:0 bringt Portugal den Prestigesieg am Nationalfeiertag.

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