Der FC Bayern München steht im Pokalfinal – zum ersten Mal seit sechs Jahren. Ja – richtig gehört: Tatsächlich standen die Münchner seit der Saison 2019/2020 nicht mehr im Endspiel. Damals gewann man gegen den heutigen Gegner, Bayer Leverkusen, mit 4:2 und kürte sich damit zum 20. Mal zum deutschen Pokalsieger. Nun treffen sie im diesjährigen Endspiel auf den Sieger der Begegnung zwischen dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart.
Bayern dominiert Leverkusen
Gerade als beide Mannschaften für den Anstoss bereitstehen, zünden die Heimfans mehrere Rauchtöpfe, wodurch die Sicht komplett vernebelt wird – der Anpfiff verzögert sich deshalb um wenige Minuten. Dann pfeift Schiedsrichter Felix Zwayer die Partie an, und sofort übernimmt der Meister das Spieldiktat.
Erstmals so richtig gefährlich werden die Münchner in der 15. Minute: Leverkusen-Keeper Mark Flekken verhindert mit einer sehenswerten Parade nach einem Schuss von Luis Díaz die Bayern-Führung. Keine zehn Minuten später gehen die Bayern dann verdient durch ihre Tormaschine Harry Kane in Führung, der nach Vorarbeit von Jamal Musiala vollendet (22. Minute). In der Folge drängt der deutsche Rekordmeister auf den zweiten Treffer, verpasst es jedoch, den Ball erneut im Netz unterzubringen. Leverkusen hingegen bleibt in der ersten Halbzeit völlig blass: Null Schüsse und ein Expected-Goals-Wert von 0,00 (!) – das hatten sich die Heimfans in der BayArena anders vorgestellt.
Bayern hochverdient im Final
Keine fünf Minuten sind im zweiten Durchgang absolviert, da wird es für das Heimteam bereits wieder brenzlig: Andrich rettet in höchster Not. Ist dies der Weckruf für die Hausherren? Wenige Augenblicke später kommt Leverkusen durch einen Abschluss von Nathan Tella zu seiner bisher grössten und einzigen Chance: Manuel Neuer muss sich ganz lang machen, um den Ausgleich zu verhindern.
Doch in der Folge sind es nicht die Leverkusener, die dem Ausgleich nahekommen, sondern die Gäste, die auf das 2:0 drücken. Einzig Torhüter Flekken und der ungewohnten Ineffizienz der Bayern ist es zu verdanken, dass die Werkself bis kurz vor Spielschluss nur mit einem Tor zurückliegt und das Spiel spannend bleibt. Praktisch mit dem Abpfiff macht Luis Díaz den Deckel drauf.
Letztlich setzen sich die Bayern hochverdient mit 2:0 durch. Bei einem Abschlussverhältnis von 20:4 spiegelt der Spielstand die bayerische Dominanz nur ansatzweise wider – ein höherer Sieg wäre folgerichtig gewesen. Doch am Ende zählt für die Bayern-Fans nur eins: Man steht im Final und darf weiterhin vom Triple träumen.





