Bayern München holt sich zum 35. Mal den Deutschen Meistertitel. Nach dem Patzer von Verfolger Borussia Dortmund (1:2-Niederlage bei Hoffenheim) hätte den Münchnern eigentlich ein Punkt gegen Stuttgart gereicht, um punktemässig nicht mehr eingeholt werden zu können und die Meisterschaft bereits vorzeitig klarzumachen.
Bayern spielt gegen das Team von Nati-Verteidiger Luca Jaquez (wird zur Pause eingewechselt) aber nochmals seine Klasse auf und gewinnt gleich mit 4:2. Und somit ist die Meisterschaft vier Runden vor Schluss entschieden. Anfänglich hat der Rekordmeister gegen die Schwaben zwar noch Mühe. Stuttgart schockt Bayern nach 20 Minuten dank Führich mit dem Gegentreffer. Als würde der Rückstand die Bayern aufwecken, schlagen sie innert sechs Minuten gleich dreifach zu.
Joker Kane mit 32. Saisontreffer
Guerreiro verbucht zuerst den Ausgleich (32.), Jackson bringt das Heimteam wenig später in Führung (33.), Davies baut diese mit einem abgefälschten Schuss aus 14 Metern aus (37.). Die Münchner zur Pause also auf Meisterkurs. Aber auch danach kann die Kompany-Elf mehr oder weniger schalten und walten, wie sie will. Stuttgart kommt kaum mehr hinten raus.
So kann auch noch Kane abstauben, der zur Halbzeit eingewechselt wird. Stuttgart-Goalie Nübel kann zunächst einen Goretzka-Abschluss parieren. Der Abpraller landet jedoch bei Kane, der in bester Stürmer-Mabier goldrichtig steht und einschiebt. Für den Bundesliga-Topskorer ist es bereits der 32. Treffer in der laufenden Saison.
Vom VfB kommt zu wenig, um den Bayern-Sieg noch verhindern zu können. Chemas Traumtreffer kurz vor Schluss ist nur noch Resultatkosmetik. Um 19:23 Uhr ist der Titel für die Münchner Tatsache.
Es soll noch keine grosse Feier geben
Die Bayern können also wieder einmal feiern. Auch wenn es heute noch nicht die grosse Party geben soll. Denn Bayern-Coach Kompany hatte an der Pressekonferenz vor dem Spiel angekündigt, dass man sich egal, was im Stuttgart-Spiel passiere, voll und ganz auf den Pokalhalbfinal vom Mittwoch (20.45 Uhr) bei Bayer Leverkusen konzentrieren will. Die Mannschaft befinde sich in einer Saisonphase, «in der wir alle damit leben können, dass wir noch ein bisschen warten, bis wir feiern», so Kompany.
Nach dem Schlusspfiff ziehen sich die Bayern-Stars die Meister-Shirts über und gehen dann gemeinsam vor die Kurve, um sich von den Fans gebührend feiern zu lassen. Die Meisterschale bekommen die Münchner dann am 16. Mai nach dem Spiel gegen Köln (15.30 Uhr) überreicht. Dann soll dann auch die grosse Meister-Sause steigen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Bayern München | 30 | 80 | 79 | |
2 | Borussia Dortmund | 30 | 30 | 64 | |
3 | RB Leipzig | 30 | 22 | 59 | |
4 | VfB Stuttgart | 30 | 20 | 56 | |
5 | TSG Hoffenheim | 30 | 15 | 54 | |
6 | Bayer Leverkusen | 30 | 19 | 52 | |
7 | SC Freiburg | 30 | -4 | 43 | |
8 | Eintracht Frankfurt | 30 | -2 | 42 | |
9 | FC Augsburg | 30 | -16 | 36 | |
10 | FSV Mainz | 30 | -9 | 34 | |
11 | Union Berlin | 30 | -18 | 32 | |
12 | 1. FC Köln | 30 | -7 | 31 | |
13 | Borussia Mönchengladbach | 30 | -14 | 31 | |
14 | Hamburger SV | 30 | -15 | 31 | |
15 | Werder Bremen | 30 | -18 | 31 | |
16 | FC St. Pauli | 30 | -25 | 26 | |
17 | VfL Wolfsburg | 30 | -25 | 24 | |
18 | 1. FC Heidenheim 1846 | 30 | -33 | 19 |






