Bayern erkämpft sich in Unterzahl und in der Schlussphase sogar doppelter Unterzahl ein 1:1 in Leverkusen. Die Bayern beklagen dabei eine gehörige Portion Pech.
In einer taktisch geprägten ersten Halbzeit läuft so ziemlich alles gegen die Bayern. Schon in der 6. Minute geht die Werkself in Rückstand, weil Jonathan Tah einen Abschluss von Aleix Garcia aus relativ spitzem Winkel unhaltbar für Ersatz-Ersatzgoalie Sven Ulreich unter die Latte ablenkt. Nach einer knappen halben Stunde wird Pechvogel Tah der Ausgleich aberkannt, weil ihm der Ball in der Entstehung an den angelegten Ellenbogen springt. Ohne anschliessenden Torerfolg wäre die Aktion niemals als Hands geahndet worden – Bayern bekommt die Absurdität der Handspielregel zu spüren.
Als wäre das nicht genug, lässt sich kurz vor der Pause Kane-Ersatz Nicolas Jackson zu einem unnötigen, wüsten Tackling im Mittelkreis auf den Knöchel von Martin Terrier hinreissen. Nach Sichtung der Videobilder stellt ihn Schiedsrichter Christian Dingert zurecht vom Platz.
Weiteres Bayern-Tor zählt wegen Hands nicht
Auch nach dem Seitenwechsel bleibt der FCB nicht vom Pech verschont. Zunächst rutscht Luiz Diaz bei einer guten Torchance aus und schiesst sich den Ball ans eigene Standbein.
Nach einer Stunde widerfährt dem Team von Vincent Kompany dasselbe Hands-Schicksal erneut. Harry Kane, der erst Sekunden zuvor eingewechselt wurde, wird von Bayer-Keeper Janis Blaswich angeschossen, der Ball springt zu Diaz, der Kane das vermeintliche 1:1 auflegt. Doch wieder schaltet sich der VAR ein und der Treffer wird zurückgenommen – Kane bekommt die Kugel an den Arm, der sich wie schon vor der Pause sehr nah am Körper befindet.
Bayern geben nicht auf
Trotz der Rückschläge stecken die Bayern nicht auf. Und das wird in der Form einer Tor-Einladung belohnt. Andrich spielt einen katastrophalen Fehlpass in die Füsse von Michael Olise. Dieser legt links rüber in den Lauf von Diaz, der eiskalt verwertet.
Leverkusen muss sich an die eigene Nase fassen, weil es seine Chancen in Überzahl nicht nutzt. Einige Male verpasst die Werkself das vorentscheidende 2:0 und später das 2:1.
Am Ende werden auch Leverkusen Tore aberkannt
Der Führungstreffer gelingt auch nicht in doppelter Überzahl, nachdem Torschütze Diaz in der 84. Minute wegen einer Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz fliegt. Auch dieser Entscheid ist hart, da der Kolumbianer womöglich unabsichtlich über sein eigenes Bein fällt. Schiri Dingert taxiert es als Betrugsversuch, weil der Flügelstürmer ins Bein von Goalie Blaswich hineinfällt.
Den Schlusspunkt setzen wiederum zwei aberkannte Tore. Jonas Hofmann trifft in der Nachspielzeit doch noch, steht davor aber einen Millimeter im Offside. So kommt Tah, der wiederum entscheidend abfälscht, um ein weiteres bitteres Gegentor herum. Nur wenig später zählt ein weiterer Treffer nicht, weil Bayern-Goalie Ulreich der Ball aus der Hand gekickt wird.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Bayern München | 28 | 73 | 73 | |
2 | Borussia Dortmund 2:0 | 28 | 32 | 64 | |
3 | RB Leipzig | 28 | 19 | 53 | |
4 | VfB Stuttgart 0:2 | 28 | 18 | 53 | |
5 | TSG Hoffenheim | 28 | 14 | 50 | |
6 | Bayer Leverkusen | 28 | 19 | 49 | |
7 | Eintracht Frankfurt | 27 | -1 | 38 | |
8 | SC Freiburg | 28 | -6 | 37 | |
9 | FSV Mainz | 28 | -8 | 33 | |
10 | FC Augsburg | 28 | -17 | 32 | |
11 | Hamburger SV | 28 | -9 | 31 | |
12 | Union Berlin | 27 | -15 | 31 | |
13 | Borussia Mönchengladbach | 28 | -13 | 30 | |
14 | Werder Bremen | 28 | -18 | 28 | |
15 | 1. FC Köln | 27 | -9 | 26 | |
16 | FC St. Pauli | 27 | -20 | 24 | |
17 | VfL Wolfsburg | 28 | -25 | 21 | |
18 | 1. FC Heidenheim 1846 | 28 | -34 | 16 |






