325-tägige Leidenszeit vorbei
Fischer-Effekt führt zur Mainzer Heim-Erlösung

Seit Urs Fischer Anfang Dezember bei Mainz übernommen hat, ist der Karnevalsverein ungeschlagen. Mit dem ersten Bundesliga-Sieg seit September haben die 05er auch die direkten Abstiegsplätze verlassen.
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Seit Urs Fischer bei Mainz an der Seitenlinie steht, hat der Bundesligist nicht mehr verloren.
Foto: imago/Jan Huebner
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Lino DieterleRedaktor Online Sport

Der Fischer-Effekt zeigt in Mainz Wirkung. Seit Urs Fischer (59) Anfang Dezember zum Nachfolger von Bo Henriksen (50) ernannt worden ist, haben die 05er kein Spiel mehr verloren. Am Dienstagabend ist auch im Ligabetrieb der dringend benötigte Befreiungsschlag gelungen: Dank des 2:1-Sieges über Heidenheim gibt man die rote Laterne an den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf von der schwäbischen Ostalb ab.

«Ich bin sehr glücklich für die Jungs, dass sie sich endlich einmal belohnt haben», sagt Urs Fischer danach. «Endlich» ist das genau richtige Wort, schliesslich geht der letzte Bundesliga-Sieg der Mainzer auf den 20. September zurück – mit 4:1 gewannen sie auswärts in Augsburg. Gar 325 Tage in der Vergangenheit liegt der letzte Heimsieg: Am 22. Februar 2025 konnten die Fans am Bruchweg letztmals einen Vollerfolg feiern.

Dementsprechend gross ist die Erleichterung bei den Spielern. «Das tut sehr gut», sagt etwa Captain Silvan Widmer, der Torschütze zum 1:0. Stürmer Phillip Tietz freut sich «ungemein, dass wir nach elf Monaten diesen Heimsieg geschafft haben». Da falle einem ein Stein vom Herzen – auch für die Fans. «Seit Urs Fischer da ist, haben wir kein Spiel mehr verloren, das darf man nicht vergessen», betont er die positive Entwicklung unter dem Schweizer, auch wenn die Mainzer als 16. auf dem Relegationsplatz weiterhin «unten drinstehen» würden: «Das ist doof, aber wir müssen uns an positiven Dingen festhalten.»

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Bilanz könnte noch besser sein

Positives gab es seit Fischers Amtsantritt nämlich genug. In der Conference League machten die Mainzer die direkte Achtelfinal-Qualifikation klar und in der Meisterschaft hätten mehr Punkte als die sechs, die man in vier Spielen geholt hat, herausschauen können – vielleicht sogar müssen. Bei Fischers Debüt auswärts gegen die Bayern dreht seine Mannschaft einen frühen Rückstand (den einzigen unter ihm) und kassiert erst in der 87. Minute den Ausgleich. Und beim Duell mit Ex-Klub Union Berlin liegen Fischers Mannen bis zur 76. Minute 2:0 in Führung, bevor sie den Sieg noch aus der Hand geben.

«Mir ging das Union-Spiel durch den Kopf», betont Captain Widmer deshalb auch, wie wichtig es war, dass die Mainzer den Sieg nach Heidenheims Anschlusstor (60.) über die Zeit gebracht haben. Mit zwölf Punkten aus 17 Spielen bleibt man nämlich am Rest der Liga dran. «Je schneller wir den Anschluss ans Mittelfeld schaffen, desto besser», gibt Widmer die Marschrichtung für die kommenden Wochen vor. Schon gegen Köln würde mit einem weiteren Dreier der nächste Sprung in der Tabelle winken – Fischer-Effekt sei Dank.

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
27
72
70
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
27
30
61
3
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
27
20
53
4
RB Leipzig
RB Leipzig
27
18
50
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
27
15
50
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
27
16
46
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
27
-1
38
8
SC Freiburg
SC Freiburg
27
-5
37
9
Union Berlin
Union Berlin
27
-15
31
10
FC Augsburg
FC Augsburg
27
-17
31
11
FSV Mainz
FSV Mainz
27
-9
30
12
Hamburger SV
Hamburger SV
27
-9
30
13
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
27
-13
29
14
Werder Bremen
Werder Bremen
27
-17
28
15
1. FC Köln
1. FC Köln
27
-9
26
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
27
-20
24
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
27
-22
21
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
27
-34
15
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