Über Fussball spricht nach dem Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha keiner. Die Partie im Rudolf-Harbig-Stadion wird von einem Fanskandal überschattet.
Nach knapp 19 Minuten stürmen rund 100 Chaoten aus dem Dresdner K-Block auf den Rasen. Die Meute begibt sich zum Gästesektor, es fliegen Pyros auf die Berliner Fans. Auslöser der Tumulte ist ein Fahnen-Diebstahl seitens der Dynamo-Fans im Vorfeld des Spiels. Als Reaktion darauf beginnen Anhänger der Hertha damit, Pyros aufs Feld und die benachbarten Blöcke zu werfen. Es folgt der Platzsturm. Die Fackeln fliegen zwischen den Fanlagern hin und her. Auch von den Hertha-Anhängern begibt sich ein halbes Dutzend in den Innenraum der Arena.
Schiedsrichter Sven Jablonski bittet die beiden Mannschaften in die Kabinen. Erst nach einer rund 20-minütigen Unterbrechung wird die Partie fortgesetzt.
Die Tumulte vor dem Gästeblock werden von der Polizei aufgelöst. Die Beamten jagen die Übeltäter über den Platz zurück in den Bereich der Heimfans. Den TV-Bildern nach zu beurteilen, schaffen es alle Chaoten zurück in den Block, wo sie wenig später die geklaute Fahne in Brand setzen. Die Hertha-Fanszene verlässt in der zweiten Halbzeit das Stadion.
Klubverantwortliche verurteilen die Ausschreitungen
In der Pause des Spiels äussern sich auch die beiden Geschäftsführer zu den Vorfällen. «Es gibt zurzeit eine grosse Diskussion über die Sicherheit in den deutschen Stadien (unter anderem über personalisierte Tickets, Anm. d Red.). Da wollten wir als Fanvertreter die Interessen der Fans stärken. Da ist das heute ein Schuss in den Ofen. Das ist nicht das, wofür wir stehen, arbeiten und kämpfen», erklärt Stephan Zimmermann. Sein Berliner Gegenüber, Peter Görlich, pflichtet ihm bei: «Solche Szenen haben überhaupt nichts mit Fussball zu tun. Das ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker. Ich kann mich an der Stelle nur bei allen entschuldigen. Wir sind für eine lebendige Fanszene, aber sobald Gewalt im Spiel ist, hörts bei mir auf.»
Fussball wird dann doch auch noch gespielt: Das abstiegsbedrohte Dynamo mit dem Schaffhauser Trainer Thomas Stamm verliert trotz Überzahl mit 0:1. Nach der Roten Karte gegen den Kroaten Josip Brekalo verschiesst Dresdens Vincent Vermeij in der 77. Minute einen Penalty. Kurz darauf markiert Marten Winkler den einzigen Treffer des Abends. Eine Randnotiz an einem schwarzen Abend für den deutschen Fussball.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schalke 04 | 28 | 15 | 55 | |
2 | SC Paderborn 07 | 28 | 16 | 54 | |
3 | SV 07 Elversberg | 28 | 18 | 52 | |
4 | SV Darmstadt 98 | 28 | 18 | 50 | |
5 | Hannover 96 | 28 | 12 | 50 | |
6 | Hertha BSC | 28 | 10 | 47 | |
7 | 1. FC Kaiserslautern | 28 | 7 | 43 | |
8 | 1. FC Nürnberg | 28 | 0 | 37 | |
9 | Karlsruher SC | 28 | -9 | 37 | |
10 | VfL Bochum | 28 | -1 | 33 | |
11 | Arminia Bielefeld | 28 | 1 | 31 | |
12 | Fortuna Düsseldorf | 28 | -17 | 31 | |
13 | 1. FC Magdeburg | 28 | -8 | 30 | |
14 | Eintracht Braunschweig | 28 | -15 | 30 | |
15 | SG Dynamo Dresden | 28 | -2 | 29 | |
16 | Holstein Kiel | 28 | -8 | 29 | |
17 | SpVgg Greuther Fürth | 28 | -21 | 29 | |
18 | SC Preußen 06 Münster | 28 | -16 | 27 |



