200 Demonstranten halten Car des iranischen Teams auf
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Spielerinnen mit Hilferuf:200 Demonstranten halten Car des iranischen Teams auf

Nach Hymnen-Protest der Spielerinnen
Trump bietet iranischem Frauen-Nationalteam Asyl an

Sie protestierten, indem sie bei der Nationalhymne schwiegen – jetzt droht den Spielerinnen des iranischen Frauenteams bei einer Rückkehr in die Heimat die Festnahme, wenn nicht gar der Tod. US-Präsident Donald Trump bietet dem Team nun Asyl an.
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Irans Frauen-Nationalteam ging mit einem stillen Protest um die Welt.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Iranische Spielerinnen singen Hymne beim Asien-Cup in Australien nicht mit
  • Staatsfernsehen nennt sie «Verräterinnen», Familien drohen Todesstrafen
  • 200 Demonstranten fordern in Gold Coast Asyl für das Team
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Ihr stiller Protest ging um die Welt – jetzt droht den Frauen des iranischen Nationalteams eine harte Strafe für ihren Widerstand. Die Sorge um die Sicherheit der Spielerinnen und ihrer Angehörigen in der kriegsgebeutelten Heimat ist gross.

Nachdem das Team am Sonntag auch das dritte Gruppenspiel am Asien-Cup verloren hat, reisen die Frauen in einem Car, begleitet von Protesten aus dem Stadion in Gold Coast ab. Laut der australischen Nachrichtenagentur AAP skandieren einige der rund 200 Demonstranten: «Lasst sie frei!» In den sozialen Medien tauchen Videos auf, wie die Spielerinnen das internationale Handzeichen für «Hilfe» formen.

Viele fordern die australische Regierung nun auf, den Frauen zu helfen. Die iranisch-US-amerikanische Journalistin Masih Alinejad oder die belgische Parlamentarierin Darya Safai fordern, dass die Spielerinnen in Australien Asyl erhalten sollen. Reza Pahlavi, der sich als ältester Sohn des ehemaligen Schahs aus dem Exil meldet, schreibt: «Aufgrund ihres mutigen Aktes des zivilen Ungehorsams drohen den Spielerinnen schwerwiegende Konsequenzen.» Auch Harry-Potter-Autorin J. K. Rowling fordert am Internationalen Frauentag: «Bitte beschützt diese jungen Frauen.»

Trump bietet iranischem Team Asyl an

Im Verlauf des Montags machen erste Meldungen die Runde, dass fünf Spielerinnen des Teams erfolgreich Asyl in Down Under beantragt hätten. Sie sollen australischen Medienberichten zufolge in der Nacht aus dem Teamhotel geflohen sein und seien mittlerweile von der Polizei an einen sicheren Ort gebracht worden.

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Am Montagnachmittag hat sich nun auch US-Präsident Donald Trump eingeschaltet. Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social bittet er den australischen Premierminister Anthony Albanese, den Asylantrag der iranischen Frauen anzunehmen. Trump meinte, die Frauen zurück in den Iran zu schicken, sei ein grosser humintärer Fehler. «Wenn Australien das iranische Frauen-Nationalteam nicht aufnimmt, dann nehmen wir sie», bietet der US-Präsident an. 

https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116199640636892669

Im Staatsfernsehen als Verräterinnen bezeichnet

Das iranische Frauenteam hatte bei ihrem ersten Auftritt am Asien Cup vor dem Spiel gegen Südkorea bei der Nationalhymne nicht mitgesungen. Daraufhin wurden sie im iranischen Staatsfernsehen von einem Moderator als «Verräterinnen zu Kriegszeiten» bezeichnet, die hart bestraft werden müssten. Bei den anderen zwei Spielen gegen Australien und die Philippinen sangen die Spielerinnen wieder mit.

Laut verschiedenen Medienberichten wurde ihren Familien mit dem Tod gedroht, sollten sie in Australien Asyl suchen. Zaki Haidari, Kampagnenleiter bei Amnesty International in Australien, stellt bei ABC Sport klar: «Eine Rückkehr in den Iran ist für sie ausgeschlossen. Die iranischen Behörden würden sie bei ihrer Ankunft festnehmen und strafrechtlich verfolgen.»

Dennoch wird die iranische Trainerin Marziyeh Jafari von AAP wie folgt zitiert: «Wir wollen so schnell wie möglich in den Iran zurückkehren. Ich möchte bei meinem Land und den Iranern in meiner Heimat sein. Wir sehnen uns nach der Rückkehr.» Dass die Trainerin bei diesen Worten auch für ihre Spielerinnen gesprochen hat, scheint fragwürdig.

Iranisches Frauen-Nationalteam singt Hymne nicht mit
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Protest gegen das Regime:Iranisches Frauen-Nationalteam singt Hymne nicht mit
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