Das Spiel
Die Nati feiert einen gelungenen Auftakt in die WM-Qualifikation. Die Schweizerinnen schlagen Nordirland, den auf dem Papier stärksten Gruppengegner, mit 2:0. Damit ist es nach den beiden Testspiel-Pleiten gegen Belgien und Wales im vergangenen Dezember auch der erste Sieg für Rafel Navarro als Nati-Trainer.
Und der ist hochverdient, denn die Schweizerinnen sind von der ersten Minute an das klar dominierende Team – auch wenn beim letzten Pass oder spätestens im Abschluss zu Beginn noch die nötige Genauigkeit fehlt. Das ändert sich nach etwas mehr als 20 Minuten, als Xhemaili die Nati mit dem ersten Schuss auf das Tor in Front bringt.
Mit der Führung im Rücken nimmt die Schweiz im Anschluss etwas den Fuss vom Gas. Zwar hat sie noch immer deutlich mehr Spielanteile, wirklich gefährlich wird es allerdings nur noch selten. Erst kurz vor Schluss ist es die eingewechselte Fölmli, die endgültig für die Entscheidung sorgt. Das Spiel scheint zu diesem Zeitpunkt auch für Schiedsrichterin Schukrula gelaufen, die eineinhalb Minuten zu früh abpfeift und so kurzzeitig für Verwirrung sorgt.
Und die Nordirinnen? Die ziehen einen ganz schwachen Tag ein und finden offensiv so gut wie gar nicht statt. Die Nati unterbindet die wenigen Angriffsversuche bereits früh und so muss Peng erst in der dritten Minute der Nachspielzeit ein erstes Mal eingreifen. Der Sieg der Schweiz gerät damit trotz ausbaufähiger Präzision im Angriffsdrittel zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.
Die Tore
22. Minute, Riola Xhemaili, 1:0. Wälti bringt eine Ecke zur Mitte, wo die Nordirinnen den Ball nicht wegbringen. Xhemaili ist zur Stelle und versenkt die Kugel in der rechten oberen Ecke.
90.+1 Minute, Svenja Fölmli, 2:0. Fölmli dreht sich um die eigene Achse und lässt so ihre Gegenspielerin stehen. Mit einem präzisen Abschluss in die linke untere Ecke lässt sie der nordirischen Torhüterin Burns keine Chance.
Die Stimme (gegenüber SRF)
Géraldine Reuteler: «Es ist der erste Schritt in Richtung WM in Brasilien, aber wir können einiges besser machen. Wir müssen mehr Tore schiessen und im letzten Drittel etwas genauer sein. Wir haben noch viel, wo wir daran arbeiten können.» Und zum verfrühten Abpfiff: «Wir waren alle mega verwirrt. Ich musste etwas lachen, weil die Securitas schon da waren.»
Die Beste
Viola Calligaris. Die Abwehrchefin hat den Laden im Griff. Nordirland bleibt ohne Torchance. Und die Juve-Verteidigerin bereitet das 2:0 von Fölmli mit einem schönen Pass in die Tiefe vor.
Die Schlechteste
Megan Bell. Die nordische Stürmerin steht stellvertretend für den Angriff der Nordirinnen, der ein laues Lüftchen ist. Der erste Torschuss? Erst in der Nachspielzeit, als das Spiel schon entschieden ist.
Das gab zu reden
Livia Peng ist auch unter Rafel Navarro vorläufig die Nummer 1. Der Spanier schenkt der Chelsea-Torhüterin das Vertrauen, obwohl sie in diesem Jahr mit ihrem Klub noch keinen Ernstkampf bestritten hat. Elvira Herzog, die bei Leipzig jedes Spiel macht, muss wie an der EM auf die Bank.
Die Schiris
Die Holländerin Shona Shukrula leitet die Partie souverän und ohne Probleme. Erst in der Nachspielzeit sorgt sie für Verwirrung, als der vermeintliche Schlusspfiff doch noch nicht das Ende des Spiels bedeutet. Kurz danach pfeift sie aber dann tatsächlich ab.
Die Fans
Von der EM-Euphorie ist in Lausanne nicht viel übrig geblieben. Zwischendurch muss sogar die Stadionspeakerin die Fans animieren, Stimmung zu machen. Das liegt aber womöglich auch am Gegner aus Nordirland, der kein grosser Name im Frauenfussball ist. Nur gut 4000 Fans finden den Weg ins Stade de la Tuilière. Diejenigen, die kommen, bekommen immerhin zwei Tore und einen Schweizer Sieg zu sehen.
So gehts weiter
Die Schweiz spielt bereits in vier Tagen wieder. Am Samstag trifft die Nati auswärts in Ta’Qali auf Malta. Im Anschluss kehren die Spielerinnen wieder zu ihren Klubs zurück, die nächste Nati-Pause findet dann Mitte April statt.
Das Spiel zum Nachlesen im Ticker:
Ende
Die Schweiz steigt mit einem Auftakt-Sieg in die WM-Qualifikation. Das wars mit dem Ticker, besten Dank fürs Mitlesen. In kürze erscheint hier ein Matchbericht.
97. Minute
Jetzt aber Pfeifft Shukrula ab. Das Spiel ist vorbei. Die Schweiz gewinnt verdient gegen ein chancenloses Nordirland 2:0.
95. Minute
Verwirrung in Lausanne. Das ganze Stadion, die Kommentatoren sowie die Spielerinnen glauben die Schiedsrichterin Shona Shukrula habe das Spiel abgepfiffen. Tatsächlich handelt es sich um ein Foul. Die Partie geht weiter.
93. Minute
Lia Kamber kommt zu einem Minieinsatz und übernimmt für Sydney Schertenleib.
91. Minute
TOOOR für die Schweiz. Die eingewechselte Lea Fölmli macht für die Schweiz den Deckel drauf und trifft zum 2:0. Fölmli lässt die nordirische Innenverteidigerin mit einer Drehung stehen, zieht ausserhalb des Strafraums ab und trifft dabei in die linke untere Ecke.
85. Minute
Auch die Schweiz wechselt. Noemi Ivelj ersetzt Julia Stierli, Svenja Fölmli kommt für Iman Beney und Leila Wandeler übernimmt für die bisher einzige Torschützin Riola Xhemaili.
84. Minute
Doppelwechsel von Nordirland. Caragh Hamilton und Lauren Wade verabschieden sich und werden von Danielle Maxwell sowie Casey Howe ersetzt.
82. Minute
Wieder ein geblockter Schuss. Scherteinleib zieht vor dem Strafraum ab und holt lediglich einen Eckball raus.
75. Minute
Lehmann setzt von Beginn an Akzente. Gleich zwei gefährliche Bälle bringt die Schweizerin in den Strafraum. Tore fallen aber weiterhin keine.
72. Minute
Auch Nati-Trainer Navarro greift jetzt mit einem Wechsel ins Spiel ein. Alisha Lehmann ersetzt Aurélie Csillag.
