Das Spiel
Die Schweiz gestaltet auch das zweite Spiel der Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien siegreich. Gegen Malta gewinnen die Schweizerinnen mit 4:1.
Im Spiel gegen die Nummer 88 der Fifa-Weltrangliste ist die Nati haushoher Favorit – und werden dieser Rolle gerecht. Entsprechend selbstbewusst treten die Schweizerinnen von Beginn weg auf. Nach wenigen Minuten läuft Alisha Lehmann alleine auf das maltesische Tor zu, doch Goalie Giulia D’Antuono kann parieren. Kurz darauf ergibt sich eine ähnliche Spielsituation – diesmal nutzt Lehmann die Chance eiskalt. Zuvor hat bereits Iman Beney zur Führung getroffen.
Wie aus dem Nichts fällt der Gegentreffer durch Maria Farrugia. Das Tor scheint dem Inselstaat etwas Hoffnung zu geben. Farrugia und Leah Ayres versuchen es kurz darauf mit Abschlüssen, vergeben aber deutlich. Mühe haben die maltesischen Verteidigerinnen mit Bällen in die Tiefe. Nach einem solchen erhöht Svenja Fölmli noch vor der Pause für die Nati.
Auch in der zweiten Halbzeit setzen die Schweizerinnen Malta unter Druck, doch sie strahlen nur wenig Gefahr aus. Und wenn doch, ist Torhüterin D’Antuono zur Stelle. In der 71. Minute taucht plötzlich die zur Halbzeit eingewechselte Aurélie Csillag alleine vor dem Tor auf und trifft zum 4:1-Endstand.
Die Tore
8. Minute, Iman Beney, 0:1. Fölmli und Schertenleib tragen den Ball nach vorne. Dann kommt der Ball zu Beney, die mit einem sehenswerten Schlenzer ins Tor trifft.
10. Minute, Alisha Lehmann, 0:2. Beney schickt Lehmann in die Tiefe. Die 27-jährige Offensivspielerin schiebt souverän ein.
19. Minute, Maria Farrugia, 1:2. Farrugia kommt am linken Strafraumrand an den Ball, tanzt Wandeler aus und chippt über Torhüterin Peng. Da sehen die beiden Schweizerinnen nicht gut aus.
39. Minute, Svenja Fölmli, 1:3. Schertenleib schickt Fölmli steil in die Tiefe. Die Stürmerin kommt an den Ball, da Lehmann geschickt durch lässt, und schiebt ins Tor ein.
73. Minute, Aurélie Csillag, 1:4. Mit einem weiten Ball wird Csillag lanciert. Die eingewechselte Stürmerin zieht von rechts aufs Tor und trifft mit einem satten Abschluss.
Die Stimme (gegenüber SRF)
Nati-Captain Lia Wälti: «Das Gegentor ist nervig. Es ist irgenwie ein unbefriedigendes Spiel. Es ist ein Gegner, den wir 6:0, 7:0, 8:0 schlagen müssen. Wir hätten genug Chancen gehabt, aber es wieder nicht gut genug ausgespielt. Es sind viele Sachen richtig, aber am Schluss fehlt die Präzision. Es ist ein Lernprozess. Zwei Spiele, zwei Siege – ein guter Start in die Quali. Das ist das Positive.»
Nati-Stürmerin Amélie Csillag: «Das Ziel war zwei Spiele, zwei Siege – das haben wir erreicht. Für die WM-Qualifikation braucht es mehr. Wir sind nicht ganz zufrieden mit der Leistung. Wir haben unnötige Fehler gehabt. Wir könnten den Ball besser laufen lassen, vor allem die letzten Pässe.»
Das gab zu reden
Zwischen den beiden Teams ist mehr als ein Klassenunterschied zu erkennen, was allerdings nicht überrascht. Nur knapp die Hälfte des Kaders von Malta sind Profis, weshalb der Aufstieg in die Liga B im letzten Jahr landesweit für Schlagzeilen sorgte. Die Männer haben das bislang nicht geschafft.
Die Beste
Sydney Schertenleib. Gegen den deutlich unterlegenen Gegner lässt sie ihre spielerische Klasse immer wieder aufblitzen. Ist bei den ersten drei Treffern unmittelbar beteiligt.
Die Schlechteste
Leila Wandeler. Dass Aussenverteidigerin nicht ihre Position ist, kann die Freiburgerin nicht kaschieren. Defensiv steht sie mehrmals im Schilf, so auch beim Gegentor.
Die Schiris
Die Serbin Jelena Medjedovic wirkt nicht über alle Zweifel erhaben und liegt bei einigen Entscheiden falsch. In Anbetracht der einseitigen Kräfteverhältnisse hat dies aber keine Auswirkungen aufs Spiel.
Die Fans
Die Kulisse im Centenary Stadium ist mit knapp 1000 Fans überschaubar. Immerhin unterstützen rund drei Dutzend Schweizer Fans die Nati. Kosten für ein Ticket: 6 Euro. Auch SFV-Präsident Peter Knäbel ist nach Malta gereist. Auf der Tribüne sitzt auch die ehemalige deutsche Nationaltrainerin Tina Theune, die um die Jahrtausendwende drei EM-Titel mit Deutschland gewann. Sie ist als Trainer-Mentorin der Fifa unterwegs.
So gehts weiter
Mitte April steht der nächste Nati-Zusammenzug an. Die Schweizerinnen treffen dabei gleich zweimal auf die Türkei: am 14. April im Letzigrund in Zürich und vier Tage später auswärts in Lurgan.
Der Ticker zum Nachlesen:
Malta vs. Schweiz: 1:4
Torschützinnen: 0:1 Beney (8.), 0:2 Lehmann (10.), 1:2 Farrugia (19.), 1:3 Fölmli (39.), 1:4 Csillag (73.)
Ende
Der zweite Sieg ist Tatsache. Die Schweizerinnen führen die Gruppe B2 der WM-Qualifikation mit sechs Punkten an. Das wars mit dem Ticker, besten Dank fürs Mitlesen. In Kürze erscheint hier ein Matchbericht.
95. Minute
Die Schweiz gewinnt auswärts gegen Malta 4:1. Ein klarer Sieg für die Schweizer Frauen-Nati. Das Spiel beginnt intensiv und Malta tritt mutig auf. Doch nach etwas mehr als 35 Minuten ist Schluss die Malteserinnen parkieren den Bus und beschäftigen sich nur noch mit der Abwehr. Besonders die Schlussphase des Spiels ähnelt dem Aufeinandertreffen gegen Nordirland. Die Schweizerinnen tun sich schwer Wege durch kompakt stehende Gegnerinnen zu finden.
91. Minute
Viele Unterbrüche führen zu fünf Minuten Nachspielzeit.
90. Minute
Nochmal ein Distanzversuch. Die Schweizerinnen schaffen es nicht sich in den Strafraum zu kombinieren. Malta steht zu kompakt.
86. Minute
Kleiner Schreckmoment für Kapitänin Lia Wälti. Die Spielerin wird in einem Zweikampf am Kopf getroffen und bleibt am Boden Liegen. Kurze Zeit später steht Wälti aber wieder.
85. Minute
Noch ein Schweizer Wechsel. Leela Egli kommt für Iman Beney.
84. Minute
Die Schlussphase der Partie ist angebrochen. Die Schweizerinnen versuchen erfolglos einen weg durch ein eng stehendes Malta zu finden.
80. Minute
Ein seltener Auftritt der Malteserinnen in der Offensivzone. Mehr als ein Abschluss weit übers Tor liegt allerdings nicht drin.
77. Minute
Malta wechselt doppelt. Lexine Farrugia und Leah Ayres verlassen den Platz. Kailey Willis und Jana Barbara nehmen die letzten 15 Minuten in Angriff.
74. Minute
Die Schweiz wechselt. Lia Kamber kommt für Sydney Schertenleib zum Einsatz.
