Zwei Ausfälle für die nächsten Quali-Spiele
Nationaltrainer Rafel Navarro (40) muss für die beiden WM-Quali-Spiele gegen die Türkei (14./18. April) auf Irina Fuchs (20) und Alisha Lehmann (27) verzichten. Sowohl die Torhüterin des FC Köln als auch die Flügelstürmerin von Leicester fallen wegen einer Muskelverletzung aus, wie der Schweizer Fussballverband SFV schreibt. An ihrer Stelle werden Torhüterin Nadine Böhi (22/Union Berlin) und Leela Egli (19/Freiburg) nachnominiert. Während Egli schon bei den ersten Quali-Spielen im März dabei gewesen ist, ist es für Böhi das erste Aufgebot seit den Testpartien im vergangenen Herbst.
Spielort für Türkei-Partie bekannt
Mit Pflichtsiegen gegen Nordirland (2:0) und Malta (4:1) ist die Schweizer Frauen-Nati erfolgreich in die WM-Quali gestartet. Wie gut das Team unter Neo-Coach Rafel Navarro (40) aber wirklich funktioniert, werden wohl erst die Direktduelle mit der ebenfalls noch verlustpunktlosen Türkei zeigen.
Am 14. April kommt es im Letzigrund zum Hinspiel (ab 18 Uhr). Jetzt wissen die Schweizerinnen auch, wo das Rückspiel stattfindet. Der wohl wegweisende Showdown in der WM-Quali findet am 18. April in Sinop, einer Hafenstadt am Schwarzen Meer, statt. Die genaue Anspielzeit ist noch nicht bekannt.
Start in Spanien: Nati-Fahrplan unter neuem Trainer steht
Ende November wird Rafel Navarro (39) erstmals als Nati-Coach einen Zusammenzug leiten – und das sogleich in seiner Heimat Spanien. Der SFV hat in den letzten Jahren immer wieder einen Zusammenzug auf der iberischen Halbinsel organisiert, und wird das auch für die letzten zwei Testspiele des Jahres tun.
Seine Premiere als Nati-Trainer wird Navarro am 28. November gegen Belgien geben. Am 2. Dezember soll ein weiterer Test folgen, allerdings steht der Gegner dort noch aus. Es ist der einzige Zusammenzug für den Neo-Coach, bevor es für ihn und sein Team im März 2026 mit einem Heimspiel gegen Nordirland in der WM-Qualifikation losgeht. Navarro wird sein erstes Aufgebot am 19. November bekanntgeben.
Bundesrat beschenkt Nati mit Militärschoggi
Hoher Besuch für die Schweizer Frauen-Nati. Am Dienstagmorgen besucht Bundesrat Martin Pfister (62) das Team vor dem Training in Weggis LU. Der Sport- und Verteidigungsminister bedankt sich bei den Fussballerinnen für die Leistungen an der Europameisterschaft: «Sie haben die Schweiz mitgerissen und das ganze Land glücklich gemacht. Es herrschte eine fantastische Euphorie.»
Und der Bundesrat kommt nicht mit leeren Händen. Als Geschenk bringt er den Spielerinnen Schweizer Militärschokolade mit, die «besonders nährhaft» sein soll. Auch die Nati hat sich etwas überlegt: Captain Lia Wälti (32) überreicht Pfister ein signiertes Trikot mit der Nummer 10.
Für die anstehende Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien wünscht Pfister dem Team viel Glück und hat einen speziellen Gast dabei: seine brasilianische Ehefrau Cacilda Giacometti Pfister (59). «Wir wollen euch in Brasilien anfeuern», so der Bundesrat.
Ticketverkauf für letzten Heim-Auftritt 2025 der Frauen-Nati lanciert
Nach den euphorischen Auftritten rund um die Heim-EM bestreitet die Schweizer Frauen-Nati am 24. Oktober ein Testspiel gegen Kanada – es wird der letzte Auftritt in diesem Jahr auf heimischem Boden sein. Beim Spiel in der Swissporarena wird es zudem erstmals einen reinen Fan-Sektor für die Nati-Supporter geben. Dank einer Spezialaktion ist eine begrenzte Anzahl Tickets für 10 Franken verfügbar. Der Verkauf wurde am Freitagnachmittag um 14 Uhr lanciert.
Vier Tage nach dem Spiel gegen Kanada wird die Nati ihr Jahr auswärts gegen Schottland abschliessen. Wie es 2026 in der WM-Quali weitergehen wird, erfahren die Schweizerinnen bei der Auslosung am 4. November. Wegen des Abstiegs aus der Nations League vor der Heim-EM droht allerdings ein schwieriger Weg an die WM 2027.
SRF feiert Spitzenquote: Dreimal so viele Zuschauer wie an der letzten EM
Spitzenquote für das Schweizer Fernsehen. Im Schnitt verfolgten 908’000 Personen das Endspiel der Euro 2025 im Basler St. Jakob-Park. Es ist damit das nun meistgesehene Fussballspiel der Frauen überhaupt – vor der Heim-EM lag der Höchstwert bei durchschnittlich 435’000 Zuschauerinnen und Zuschauern beim Spiel Schweiz vs. Frankreich an der EM 2017. Die Zahlen vom Spiel am Sonntagabend entsprechen einem Marktanteil von 58,8 Prozent.
Auch die Spiele der Schweizer Nati sorgte beim SRF-Publikum auf grosses Interesse. Die vier Spiele wurden im Schnitt von 719’000 Menschen verfolgt. Gegenüber den drei Partien der letzten EM hat sich der Schnitt mehr als verdreifacht. Im Jahr 2022 lag dieser noch bei 219’000. «Das Schweizer Nationalteam hat eine unvergleichliche Euphorie entfacht, die auch auf das gesamte Turnier und die Bevölkerung überschwappte», freut sich SRF-Sport-Leiter Roland Mägerle.
Insgesamt schalteten knapp 2,75 Millionen Personen während der EM zu mindestens einem SRF-Livespiel ein. Im Durchschnitt wurden die 27 Livespiele von 351’000 Personen geschaut – die Fans im Stadion und in den Public Viewings sind dabei nicht eingerechnet.
Nati-Verteidigerin Bühler gibt Verletzungs-Update
Pascal Keusch, Sport-Desk
Nati-Verteidigerin Luana Bühler (29) befindet sich auf dem Weg der Besserung. Nachdem ihr EM-Traum kurz vor Beginn des Heimturniers wegen Kniebeschwerden platzte, gibt sie nun via Instagram ein Update.
Die Spielerin von Tottenham postet zwei Bilder aus einem Spitalzimmer, ihr Knie ist bandagiert. Dazu schreibt sie: «Vorwärts und aufwärts.» In den Kommentaren erhält Bühler von ihren Nati-Teamkolleginnen viel Zuspruch.
Nati-Stars feiern nach EM-Party gemeinsam im Ibiza-Urlaub
Wenige Tage nach der 0:2-Niederlage gegen Spanien und dem Ausscheiden aus dem Heimturnier geniessen mehrere Nati-Spielerinnen in Ibiza die spanische Sonne. Alisha Lehmann, Riola Xhemaili oder Alayah Pilgrim teilen in ihren Storys auf Instagram mehrere Bilder aus ihrem Urlaub. Mindestens zwölf Spielerinnen sind zur gleichen Feriendestination gereist.
Das mutmassliche Highlight des Urlaubs: die gemeinsame Feier von Iman Beneys 19. Geburtstag. Mit der Caption «Happy Birthday Kiddo – wir lieben dich» teilt neben Lehmann auch «Team-Mami» Ana-Maria Crnogorcevic ein Video auf Instagram, in dem zahlreiche Teamkolleginnen ihre Gesangskünste zur Schau stellen und Beney die Kerzen auf der Torte ausbläst.
Im Video ebenfalls zu sehen: Noelle Maritz, Sidney Schertenleib, Smilla Vallotto, Noemi Ivelj, Nadine Riesen, Leila Wandeler und Geraldine Reuteler.
Sundhage stellt Bedingung für Verlängerung
Pascal Keusch, Sport-Desk
Nachdem sie vor der EM in der Kritik gestanden hatte, konnte Nati-Coach Pia Sundhage (65) an der Endrunde überzeugen – die Nati begeisterte am Heimturnier eine ganze Nation. Unklar ist aber weiterhin, wie es für die Schwedin weitergehen soll. Bleibt sie Nati-Trainerin oder wird der Ende Jahr auslaufende Vertrag nicht verlängert? Ursprünglich hatte Sundhage geplant, nach einem möglichen EM-Viertelfinal aufzuhören. Die «Reise» mit der Nati habe sie letztlich dazu bewegt, ihren Entscheid zu überdenken.
Im Interview mit SRF stellt die erfahrene Trainerin jetzt aber eine zentrale Bedingung, damit ein Verbleib überhaupt diskutiert werden kann: Ihre bisher auf Mandatsbasis arbeitenden Assistenzkräfte, Anders Johansson und Lilie Persson, müssten vom Verband angestellt werden. Sundhage sagt: «Der Staff ist so wichtig. Wir müssen bei den Leuten, mit denen ich zusammenarbeite, einen Schritt vorwärts machen. Das ist nicht verhandelbar.»
Frauen-Team auch im Fernsehen ein Renner
Das Schweizer Team an der Frauen-EM im eigenen Land hat auch die Fernseh-Zuschauerinnen und -Zuschauer in Massen angezogen. Das 0:2 gegen Weltmeister Spanien in Bern haben am Freitagabend bis zu 956'000 Personen verfolgt, was einem Höchstwert für ein Fussballspiel der Frauen gleichkommt. Die Zahl entspricht einem Marktanteil von 76,5 Prozent. Der Livestream auf den Online-Plattformen von SRF ist rund 335'000 Mal gestartet worden.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Norwegen | 3 | 3 | 9 | |
2 | Schweiz | 3 | 1 | 4 | |
3 | Finnland | 3 | 0 | 4 | |
4 | Island | 3 | -4 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Spanien | 3 | 11 | 9 | |
2 | Italien | 3 | -1 | 4 | |
3 | Belgien | 3 | -4 | 3 | |
4 | Portugal | 3 | -6 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweden | 3 | 7 | 9 | |
2 | Deutschland | 3 | 0 | 6 | |
3 | Polen | 3 | -4 | 3 | |
4 | Dänemark | 3 | -3 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Frankreich | 3 | 7 | 9 | |
2 | England | 3 | 8 | 6 | |
3 | Niederlande | 3 | -4 | 3 | |
4 | Wales | 3 | -11 | 0 |

