Das Spiel
St. Gallen löst mit einem Sieg gegen Yverdon das zweite Cupfinal-Ticket. Die Westschweizer verpassen den Underdog-Coup und somit den reinen Challenge-League-Final.
In der Startphase sind die Kräfteverhältnisse deutlich verteilt: Es drückt nur der FCSG. Die Westschweizer haben Mühe und sind vom frühen Görtler-Tor sichtlich geschockt. Und St. Gallen müsste nach knapp zwanzig Minuten schon höher führen.
Der sonst so treffsichere Alessandro Vogt schiebt aus sechs Metern am Tor vorbei und Hugo Vandermersch trifft mit seinem Kopfball nur die Latte. Kurz vor der Halbzeit stehen die beiden bei einer Doppelchance erneut im Zentrum: Vogt scheitert an Simon Enzler, den Nachschuss setzt Vandermersch übers Tor. Yverdon ist mit dem 0:1 zur Pause noch gut bedient.
Die Waadtländer treten in der zweiten Halbzeit mutiger auf und kommen nach einer Stunde zur ersten Topchance. Antonio Marchesano steckt durch auf Fabio Saiz, der mit seinem direkten Abschluss nur den Querbalken trifft. Es zeigt sich ein ganz anderes Bild als in der ersten Hälfte, das Heimteam hat die Oberhand in den Zweikämpfen, der FCSG schafft es nicht mehr, Druck aufzubauen. Im letzten Drittel spielt Yverdon aber zu ungenau, und so ist es Espen-Knipser Alessandro Vogt, der kurz vor Schluss mit dem 2:0 alles klar macht.
Die Tore
6. Minute, Lukas Görtler, 0:1. Eine Ecke wird flach zu Vandermersch gespielt. Dieser flankt den Ball vom Strafraumeck an den langen Pfosten. Baldés Kopfball wird von Goalie Enzler noch pariert, aber Captain Görtler steht goldrichtig und kann den Abpraller verwerten.
88. Minute, Alessandro Vogt, 0:2. Vandermersch setzt sich auf der Seite durch und findet etwas glücklich Vogts Kopf. Dieser platziert den Ball in die untere linke Ecke. Keine Abwehrchance für Enzler.
Die Stimme (gegenüber SRF)
FCSG-Goalie Lukas Watkowiak: «Ich freue mich für die Region. Wir mussten kämpfen und machten dann zum Glück das 2:0. Das ist was ganz besonderes. Es gibt nichts Geileres, als jetzt mit den Fans den Sieg zu feiern.»
Das gab zu reden
FCSG-Coach Enrico Maassen muss auf gleich zwei seiner Abwehrsäulen verzichten. Tom Gaal fällt kurzfristig mit muskulären Problemen aus, Jozo Stanic fehlt gesperrt. Stattdessen dürfen Colin Kleine-Bekel (23) und der erst 19-jährige Joel Ruiz in die Hosen. Für das Eigengewächs ist es der erste Startelfeinsatz überhaupt. Mit Nino Weibel (19) darf ein weiterer Teenager von Beginn an ran. Auf links für den verletzten Christian Witzig.
Der Beste
Lukas Görtler. Zeigt eine überragende erste Halbzeit, stopft Löcher, ist überall, trifft zur Führung. Baut in Hälfte zwei zwar ab, trotzdem zu jeder Zeit der Leitwolf, der den FCSG in den Cupfinal führt. Ob Görtler dann unsterblich wird?
Der Schlechteste
Varol Tasar. Müsste vom Potenzial her eigentlich in der Super League spielen, bleibt gegen den FCSG aber vieles schuldig. In der letzten Saison noch Torschütze gegen die St. Galler, nun ohne Einfluss.
Die Schiedsrichter
Dass Fedayi San zu den besten Schiedsrichtern des Landes gehört, ist nicht erst seit heute klar. Im Stade Municipal aber zeigt er, warum. Ist von Anfang an der Chef auf dem Platz. Statt wie ein Revolverheld Karten zu zücken, hält er sich zurück, lässt viel laufen, hat eine klare Linie – und das Spiel im Griff. Und wenn mal einer motzt, dann wird er von San zurechtgewiesen. Nicht laut, aber bestimmt. VAR Lukas Fähndrich erlebt derweil einen geruhsamen Nachmittag.
Die Fans
5104 Zuschauerinnen und Zuschauer haben den Weg ins Stade Municipal gefunden. Wohl mehr als die Hälfte davon aus der Ostschweiz. Zwar wurden den Espen offiziell bloss 1600 Tickets gegeben, viele aber kauften sich auf dem offiziellen Yverdon-Kanal ein Billet für die Haupt- oder Gegentribüne.
So gehts weiter
Der Cupfinal zwischen St. Gallen und Stade-Lausanne-Ouchy steigt am Pfingstsonntag, dem 24. Mai.
Der FCSG trifft am kommenden Sonntag (16.30 Uhr) zu Beginn der Meisterrunde in der Super League auswärts auf YB. Yverdon hat rechnerisch noch Chancen auf den Aufstieg, momentan fehlen aber 10 Punkte auf einen Aufstiegsplatz. Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) spielen die Westschweizer in der Challenge League zuhause gegen Xamax.
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