«Ich komme bei dieser Regel nicht mehr draus»
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Holden nach Auftakt-Pleite:«Ich komme bei dieser Regel nicht mehr draus»

Viel Kritik und Lemieux-Debatte
«Sind das die besten Schiedsrichter, die wir haben?»

Gottéron schafft das Break in Davos und führt in der Finalserie 1:0. In der Schlussphase wird es dabei noch einmal ganz heiss und die Emotionen kochen über. Und Andres Ambühl geht fremd.
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Steht im Fokus nach Final-Spiel 1: Brendan Lemieux (links).
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Davos verliert erstes Finalspiel gegen Fribourg nach umstrittenem Videobeweis
  • Brendan Lemieux' Check gegen Christoph Bertschy sorgt für Debatte
  • Fribourgs Samuel Walser bester Spieler, Andres Ambühl beim Zürcher Sechseläuten statt in Davos
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Die drei Besten von Spiel 1

  • *** Samuel Walser (Fribourg)
  • ** Henrik Borgström (Fribourg)
  • * Simon Knak (Davos)
Fribourgs Coaches Challenge entscheidet erstes Finalspiel
5:30
Davos – Fribourg-Gottéron 2:3:Fribourgs Coaches Challenge entscheidet erstes Finalspiel

Der gelöschte Ausgleich

Nach dem Doppelschlag der Davoser im Schlussdrittel wird es noch einmal ganz spannend. Für heisse Köpfe sorgt zunächst der vermeintliche Ausgleich zum 3:3 durch Brendan Lemieux. Fribourgs Goalietrainer David Aebischer funkt Assistenzcoach Lars Leuenberger, während dieser mit einem Schiedsrichter spricht, von der Medientribüne aus durch, dass man eine Coach's Challenge nehmen solle. Und diese ist dann nach langem Videostudium von Erfolg gekrönt. Die Meinungen, ob dieser Entscheid richtig ist, gehen dabei auseinander. Wie so oft bei der ominösen Regel 69.1. HCD-Coach Josh Holden sagt unaufgeregt: «Bei Torhüter-Behinderungen ist es immer schwierig, einen Entscheid zu fällen. Ich verstehe die Regel immer noch nicht. Zum Glück wird uns der Entscheid jeweils hinterher erklärt. Aus unserer Sicht wurde Matej Stransky zuerst ein Crosscheck verpasst und dann fällt das Tor.» 

Das Drama um das aberkannte Davos-Tor In voller Länge
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Kein HCD-Comeback:Das Drama um das aberkannte Davos-Tor in voller Länge

Rönnberg fühlte sich wie bei der Autoprüfung

Anders als sein Gegenüber sah es freilich Fribourg-Coach Roger Rönnberg: «David Aebischer machte einen guten Job. Ich habe da zwei Szenen gesehen, in denen Reto Berra behindert wurde. Doch es ist immer schwierig, zu wissen. Manchmal finden die Schiedsrichter, dass einer unserer Spieler den Gegner in den Goalie gestossen habe. Ich denke, in diesem Fall war es eine klare Goalie-Behinderung.» Hätten die Schiedsrichter anders entschieden, wäre nicht nur das 3:3 Tatsache gewesen, sondern Fribourg hätte auch noch zwei Strafminuten für die missglückte Challenge kassiert. «Es fühlte sich wie bei der Autoprüfung, wenn man hinterher warten muss, ob man bestanden hat», so Rönnberg.

Gewitzte Schiedsrichter-Kritik

Bei den Davoser Fans ist das Schiedsrichter-Duo Mikko Kaukokari/Cedric Borga schon vor dem Entscheid, den Davoser-Ausgleich durch Brendan Lemieux auszulöschen, unpopulär. Und auch von HCD-Verteidiger Sven Jung gibts Kritik. «Ich will nicht nach Ausreden suchen», stellt er erst klar. «Im Schweizer Eishockey haben wir jetzt noch eine Serie, die läuft. Sind das wirklich die besten Schiedsrichter, die wir in der Schweiz haben? Ich frage nur …»

Rönnbergs Timeout

Was hat Roger Rönnberg dem Team beim Timeout nach dem Davoser Doppelschlag innert zwölf Sekunden gesagt? «Ich habe die Spieler gefragt, ob sie wissen, dass wir ein Tor vorne liegen? Und dann habe ich gefragt, ob wir das heute Morgen genommen hätten? Und alle sagten: Ja, klar! Ich denke, das hat das Momentum ein wenig gedreht.»

Lemieux wird nicht gesperrt

Kurz vor der Schlusssirene kracht es noch. Brendan Lemieux checkt Fribourgs Christoph Bertschy frontal über den Haufen. Und Simon Seiler und HCD-Stürmer Filip Zadina liefern sich einen Ringkampf. Für Lemieux gibt es fünf Strafminuten und einen Restausschluss. Mysports-Experte Sven Helfenstein fordert eine Sperre für den US-Kanadier. Und was sagt Gottéron-Coach Roger Rönnberg? «Ich denke, die Schiedsrichter haben einen guten Job gemacht. Sie haben sich die Szene noch einmal auf dem Video angeschaut. Das habe ich in anderen Spielen vermisst. Zu diesem Zeitpunkt will er nur unseren Spieler verletzten. Es ist nicht an mir, zu entscheiden, ob er gesperrt werden soll.»

Wird er nicht. «Der Einzelrichter hat entschieden, dass gegen Lemieux keine zusätzlichen disziplinarischen Massnahmen auszusprechen sind, weshalb Lemieux fürs Spiel 2 spielberechtigt ist», meldet die Liga am Sonntag.

Fast mit der Schlusssirene eskaliert es nochmals
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«Lemieux muss man sperren, auf Wiedersehen!»
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Ambühl geht fremd

Die zurückgetretene HCD-Legende Andres Ambühl verpasst das erste Finalspiel in Davos seit elf Jahren. Er geht dieser Tage fremd. Er ist beim Sechseläuten in Zürich zu Gast, wenn es dann am Montag um 18 Uhr knallt. Denn Graubünden ist in diesem Jahr der Gastkanton und «Büeli National» wohl der populärste Bündner in Zürich. 2012 holte er mit den ZSC Lions einen seiner sechs Meistertitel.

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