Da sind die vier Halbfinal-Pucks für die ZSC Lions. Zu Hause feiern die Zürcher einen klaren 4:0-Sieg, haben aber einen gewichtigen Ausfall zu beklagen: Sven Andrighetto muss nach einem Crash mit Rudolfs Balcers das Eis verlassen.
Die ZSC Lions legen los wie die Feuerwehr, betreiben zunächst aber noch Chancenwucher. Das ändert sich erstmals in der 16. Minute, als Christian Marti in der neutralen Zone den Puck gewinnt. Denis Malgin übernimmt, lanciert mit einem herrlich Pass Rudolfs Balcers und den Rest erledigt dann Sven Andrighetto.
Beim 2:0 ist ein erfolgreicher Check in der eigenen Zone von Vinzenz Rohrer der Auslöser, danach haut Willy Riedi mit dem Puck ab und bedient den mitgelaufenen Dario Trutmann, der die Luganesi übertölpelt. Trutmann schiesst seit der Saison 22/23 in jedem Jahr maximal ein Tor – an diesem 25. März ist gegen einen überforderten Gegner sein Moment gekommen.
Noch mehr wird die ZSC-Dominanz während dem ersten Lugano-Powerplay veranschaulicht. Marti – wieder er – gewinnt seinen Zweikampf, Malgin schaltet erneut schnell und lanciert seinen Partner Andrighetto und dieser bedient den gerade von der Strafbank zurückgekehrten Juho Lammikko. Es ist das frühe 3:0 und Lugano bereits am Ende. Wenn man derart viele kapitale Zweikämpfe verliert, ist Hopfen und Malz verloren. Den Tessinern, die in den ersten zwei Partien noch auf Augenhöhe mitspielen konnten, werden dieses Mal die Grenzen aufgezeigt.
Gegen Andrighetto und Malgin hat Lugano ohnehin kein Mittel. Durch ihre Torbeteiligungen beim 2:0 und 3:0 haben beide in den bisherigen sieben Saisonspielen gegen die Tessiner schon 12 Skorerpunkte (!) gesammelt. Andrighetto wird dann aber – man mag es kaum glauben – von Teamkollege Balcers aus dem Verkehr genommen. Die beiden Linienpartner sehen sich gegenseitig nicht und stossen mit voller Wucht zusammen. Während Balcers den Vorfall unbeschadet übersteht, verlässt Andrighetto schwer gezeichnet das Eis und kehrt nicht mehr zurück.
Der ZSC zittert um seinen Leitwolf. Mehr als vor Lugano, das den Zugriff auf diese Viertelfinal-Serie an diesem Abend verloren hat. Auch ohne Andrighetto - anstatt ihm lässt sich Justin Sigrist beim 4:0 von Malgin bedienen. Kommt da noch was von den Tessinern im Spiel der allerletzten Chance am Freitag?
Fans: 12'000
Tore: 16. Andrighetto (Balcers, Malgin) 1:0. 18. Trutmann (Riedi) 2:0. 21. Lammikko (Andrighetto, Malgin) 3:0. 51. Sigrist (Malgin) 4:0.




