Die Partie wird durch einen grossen Aufreger lanciert: Joel Salzgeber hat das leere Tor für das sichere 1:0 für Langnau vor sich, scheitert aber am mirakulös parierenden Ivars Punnenovs. Doch dessen Parade erfolgt nicht auf legalem Weg, denn der Rappi-Goalie wehrt den Puck durch einen spektakulären und perfekt getimten Stockwurf ab.
Dies müsste gemäss dem Reglement einen Penalty für die SCL Tigers zur Folge haben, doch diesen verweigern die Schiris Roland Gerber und Micha Hebeisen. Glauben diese ernsthaft, der Stock sei Punnenovs auf diese Weise aus der Hand gefallen? Der sonst stets so besonnene Langnau-Trainer Thierry Paterlini flippt komplett aus, beschimpft die Schiris – man kann ihn durchaus verstehen. Mitten im Strichkampf sind solche Fehlentscheide schwerlich zu akzeptieren.
Für die Tigers wird es dann noch schlimmer, als anstatt sie die SCRJ Lakers durch ein kurioses Billard-Tor in Führung gehen. Via Goalie Robin Meyer und Verteidiger Noah Meier landet der Puck vor Yannick-Lennart Albrecht, der keine Mühe bekundet, seinen zweiten Saisontreffer zu markieren.
Ungeschickt verhalten sich die Langnauer auch beim 0:2, als sie es im Anschluss an ein Unterzahlspiel verpassen zu klären und Tanner Fritz den Puck mit etwas Glück perfekt prepariert. Doch damit nicht genug: Sandro Zangger gelingt in der Folge noch eine spassige Bogenlampe, mit der er Tigers-Keeper Meyer beim 0:3 verdutzt zurücklässt.
Es läuft alles gegen Langnau und für Rappi. Bis Malte Strömwall mit einem Check gegen den Kopf Meier ausser Gefecht setzt und Hannes Björninen bei der fällig gewordenen Fünfminuten-Strafe mit dem 1:3 die Hoffnung zurückbringt. Und tatsächlich: Langnau zeigt viel Moral – André Petersson und nochmals Björninen schaffen den Ausgleich. Das Momentum spricht nun klar für die Emmentaler. Bis zur nächsten Panne: Als Samuel Erni bei einem Schussversuch der Stock bricht reagieren die Lakers blitzschnell – wiederum Albrecht schliesst den Konter zum 4:3 ab. Die Entscheidung.
Somit ist für Langnau die siebte Niederlage aus den letzten acht Spielen und die dritte in Folge nach der Olympia-Pause Tatsache. Die Emmentaler ziehen ein Tief zur Unzeit ein und geraten dadurch immer heftiger in den Strich-Sumpf. Biel hat durch den 3:2-Sieg in Bern in der Tabelle zu Langnau aufgeschlossen. Am kommenden Samstag kommt es zum Dirtektduell – da zeichnet sich eine Nervenschlacht ab.
Fans: 6000
Tore: 15. Albrecht (Henauer, Graf) 0:1. 29. Fritz (Wetter) 0:2. 30. Zangger (Moy, Wetter) 0:3. 32. Björninen (Mäenalanen/PP) 1:3. 49. Petersson (Pesonen, Erni) 2:3. 53. Björnien (Baltisberger, Pesonen) 3:3. 56. Albrecht (Wetter) 3:4.




