Am Freitag schrieben Fribourg und die SCRJ Lakers ein Stück Playoff-Geschichte. Einige Scharmützel zum Schluss, hervorgerufen durch einen provokanten Jubel von Rappi-Haudegen Jelovac, führten zu 218 Strafminuten – Rekord. Ob das verspätete Erhitzen der Gemüter Favorit Fribourg geholfen hat, nach der 2:5-Startniederlage auf Betriebstemperatur zu kommen? Wenn, dann nicht lange.
Gottéron ist zu Beginn stärker. Wallmark hat erst zwei Stangenschüsse zu verzeichnen. Dann sind es zwei Verteidiger, die den Gästen die Führung bescheren. Glauser ist der Vorbereiter, Streule trifft. Kurz darauf jubeln die Lakers-Fans. Doch nur kurz. Jensens Powerplay-Treffer wird von den Schiedsrichtern noch auf dem Eis kassiert, weil Fritz Goalie Berra leicht am Fanghandschuh touchiert hat.
Im zweiten Abschnitt gibt es am Rappi-Ausgleich nichts mehr auszusetzen, ausser der Fribourger Abwehrarbeit. Albrecht kann im Powerplay vor dem Tor nachsetzen und Topskorer Moy den zweiten Rebound verwerten.
Da braut sich etwas zusammen für den Favoriten. Die herrliche Vorarbeit von Strömwall, der sich erst gegen Rathgeb durchsetzt und dann gegen die Laufrichtung zurücklegt, verwertet Wetter zum 2:1. Der 1,74 Meter kleine Wirbelwind hatte schon am Freitag den Führungstreffer (zum 1:0) erzielt.
Im Schlussdrittel spielt dann nur noch ein Team: Gottéron. Mehrmals wirds brenzlig. Doch etwas kommt immer dazwischen. Wenn es nicht ein Stock eines verzweifelt verteidigenden Laker ist, dann ist es Goalie Nyffeler. So bringt der Aussenseiter den Sieg über die Zeit und stellt in der Serie auf 2:0.
Fans: 5771.
Tore: 12. Streule (Glauser, Walser) 0:1. 24. Moy (Albrecht, Pilut/PP) 1:1. 35. Wetter (Strömwall, Larsson) 2:1.




