Der EV Zug versöhnt sich so langsam mit dieser Saison, die so überhaupt nicht seinem Gusto und den hohen Erwartungen entsprochen hat. Abgesehen vom Ausflug in den CHL-Halbfinal ist sie noch ohne Glanz-, dafür mit Tiefpunkten wie der Entlassung von Trainer Michael Liniger Ende Januar und mehreren Leistungsträgern fern ihrer Topform.
Seit dem Wechsel zum Kanadier Benoît Groulx an der Bande wirken die Zuger befreiter, sie kehren rechtzeitig auf der Zielgeraden zur Playoff-Quali-Chance zu ihrem Spiel zurück und das Vertrauen darin wächst. Nach einem 5:2-Sieg, den ihnen die Lakers im Play-In-Hinspiel mit einem Einbruch in der Schlussphase ermöglicht haben, kontrollieren sie das entscheidende Rückspiel in Rappi.
Die Lakers starten zwar wie heissblütige Rennpferde, Fritz und Jensen versemmeln allerdings ihre Topchancen in der 2. Minute. Auf der anderen Seite muss Lindemann bloss noch seinen Stock hinhalten bei Nyffelers Abpraller, seinen Verteidigern Larsson und Capaul entgeht, dass er sich vor den Kasten pirscht. Im Gegensatz zum Hinspiel gelingt den Lakers lange keine Reaktion. Just als man denkt, die Luft ist draussen, lenkt Jensen einen Capaul-Schuss zum Ausgleich ab. In der Schlussphase spielt der Däne Fritz noch herrlich zum 2:1 an. Doch die Tore-Hypothek bleibt zu gross, als dass Rappi in die Nähe dieser ersten Playoff-Chance kommt. Verspielt hat man sie im ersten Duell in Zug. Als Tabellensiebte winkt den Lakers nun die zweite Möglichkeit fürs letzte Playoff-Ticket.
Dem EVZ reicht ein Treffer für den Playoff-Einzug. Einziger Wermutstropfen aus Zuger Sicht: In den Startminuten fällt Verteidiger Schlumpf nach einem Check von Berufskollege Maier aus, und auch Künzle kehrt im Mitteldrittel nicht aufs Eis zurück.
Zug trifft im Viertelfinal – abhängig davon, ob Bern oder die Lakers in die Playoffs kommen – auf Davos oder Fribourg.
Fans: 6019 (ausverkauft)
Tore: 7. Lindemann (Eggenberger) 0:1. 39. Jensen (Capaul) 1:1. 54. Fritz (Jensen, Moy) 2:1.




