Wenn auf beiden Seiten Spieler geschont werden, ist Kehraus: In der normalerweise brisanten Ausgangslage zwischen Bern und Gottéron geht es für einmal um fast nichts. Für den SCB geht es ab Donnerstag gegen Biel um die Playoffs, für die Gottéron längst qualifiziert ist.
Schwung, Angriffslust und zusammenhängende Aktionen werden nur in Spurenelementen geboten, auf die Mütze geben mag man sich auch nicht. Aus Davos vermeldet der Totomat zudem: Biel verliert. An der Konstellation für die Play-Ins ändert sich also auch nichts, der SCB darf wie geplant zuerst in Biel antreten, da hat man erstens beide Saisonspiele gewonnen und zweitens ist am Samstag in der Postfinance Arena sowieso mehr los.
Was auf dem Eis passiert? Gottéron nutzt die ersten beiden Powerplays für zwei Tore. Der SCB reagiert im zweiten Abschnitt mit zwei Treffern bei numerischem Gleichstand. Der Berner Topskorer Ejdsell versenkt sich nach einem Fehltritt selbst im Fribourger Kasten, bleibt dabei aber unverletzt. Weniger glimpflich verläuft ein Bandenkontakt für Gottérons Topskorer Sandro Schmid: Er verdreht sich das linke Knie und verlässt die Bühne (14. Spielminute).
In der zweiten Pause lässt der Stadionlautsprecher die 16’471 Fans wissen, dass hier der SCB regiert. Was nicht stimmt. Im Schlussabschnitt sorgen die Tore von Attilio Biasca (15. Saisontreffer) und Nathan Marchon für die dritte Derby-Heimniederlage der Berner in Folge.
Fans: 16'471
Tore: 3. Sprunger (Bertschy, Rathgeb/PP) 0:1. 18. Rau (Borgström, Kapla/PP) 0:2. 30. Untersander (Sgarbossa) 1:2. 31. Bemström 2:2. 46. Biasca (Bertschy) 2:3. 51. N. Marchon (Kapla, Borgström) 2:4. 53. Ejdsell (M. Marchon, Häman Aktell/PP) 3:4.




