Der Strich-Krimi belastet die Nerven der Fans ein weiteres Mal. Und zwar nicht zu knapp. Der SCB gerät schon früh durch ein Powerplay-Tor von Altmeister Raphael Diaz in Rückstand. Der Schuss des Zugers wird durch SCB-Verteidiger Ramon Untersander noch abgelenkt.
Ansonsten lassen die Berner in der Defensive wenig anbrennen, bringen aber ihrerseits auch kaum Gefahr vor das Tor von Nati-Goalie Leonardo Genoni. Lediglich zwei Schüsse muss der EVZ-Keeper im ersten Abschnitt abwehren. Doch beim ersten richtig gelungenen Angriff kann der SCB kurz vor Spielmitte ausgleichen. Alexandr Iakovenko knackt die Zuger Abwehr mit einem wunderbaren Pass auf Marc Marchon, der Tristan Scherwey anspielt. Der Publikumsliebling zieht sofort ab und bezwingt so Genoni. Es ist der zweite Saisontreffer des Fribourgers in Berner Diensten.
Ansonsten fallen keine Tore mehr. Sowohl Genoni als auch Sandro Zurkirchen sind auf dem Posten. Der SCB riskiert dann bei einem Powerplay kurz vor Ende der regulären Spielzeit nicht mehr alles. Schliesslich reichen auch zwei Punkte, weil die Konkurrenz aus Biel, Langnau und Kloten mitspielt.
Den zweiten Punkt holen sich die Berner dann im Penaltyschiessen. Zurkirchen lässt sich da nur einmal bezwingen, während die SCB-Ausländer Emil Bemström, Mike Sgarbossa und Miro Aaltonen treffen. Der Finne, der im Spiel noch alleine vor Genoni gescheitert war und nun neun Spiele in Folge nicht mehr getroffen hat, schraubt dabei mit seinem Versuch den Deckel drauf.
In Bern können sie aufatmen. Und Zug hat jetzt höchstwahrscheinlich mindestens Platz 8 auf sicher und im Gegensatz zum SCB in den Play-Ins zwei Chancen, den Playoff-Einzug zu sichern. Für sie geht es zunächst gegen die SCRJ Lakers. Der SCB bekommt es mit Biel, den SCL Tigers oder Kloten zu tun.
Fans: 15’553
Tore: 3. Diaz (Senteler, Eggenberger/PP) 0:1. 28. Scherwey (Marchon, Iakovenko) 1:1. – Penaltyschiessen: Häman Aktell -, Künzle -; Bemström 1:0, Senteler -; Ejdsell -, Tatar -; Sgarbossa 2:0, Kovar 2:1; Aaltonen 3:1.




