Während viele Teams in der National League in den letzten Runden noch um alles kämpfen müssen, stehen am Donnerstagabend in Lugano zwei Mannschaften gegenüber, die der entscheidenden Phase entspannter entgegen blicken können. Sowohl das Heimteam als auch die Gäste aus Zürich haben das Playoff-Ticket bereits gebucht, nach 49 Runden haben die beiden Teams sogar gleich viele Punkte. Stand jetzt hätten beide Teams in den Playoffs Heimrecht, doch weil Servette auf Rang fünf nur drei Punkte Rückstand hat, ist nichts mit Fuss vom Gas nehmen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass in der Cornèr Arena von Zurückhaltung nichts zu spüren ist.
Nach knapp drei Minuten kann Lugano in Überzahl spielen, vertendeln jedoch den Puck und so können Rohrer und Grant in Richtung Tor losziehen. Rohrer bedient Grant mustergültig und der bullige Stürmer erwischt Lugano-Goalie van Pottelberghe zwischen den Schonern. Dasselbe Schicksal ereilt im Mitteldrittel auch ZSC-Goalie Hrubec, als er ein Distanzschuss von Lugano-Verteidiger Carrick passieren lassen muss. In der Zwischenzeit plätschert das Spiel vor sich hin, auf beiden Seiten gibt es Chancen von verschiedener Güteklasse.
Vor allem einem Zürcher scheint der Tessiner Ausgleich gar nicht zu schmecken. Topscorer Andrighetto bringt seine Farben nach einem schönen Solo wieder in Front, Lugano-Goalie van Pottelberghe macht auch beim zweiten Gegentor keine gute Falle. Beim dritten Gegentor ist der 28-Jährige dann machtlos, der Handgelenk-Schuss von Andrighetto schlägt im Lattenkreuz ein.
Im Schlussdrittel verwalten die Gäste die Führung gekonnt, der Treffer von Lammikko ins leere Tor ist dann nur noch Makulatur. So reisen die Zürcher mit drei Punkten zurück in die Limmatstadt. Weil Servette sein Spiel gegen Biel gewinnt, muss Lugano um den Heimvorteil noch zittern.
Fans: 5640
Tore: 3. Grant (Rohrer) 0:1. 31. Carrick (Fazzini) 1:1. 37. Andrighetto (Grant, Lehtonen) 1:2. 39. Andrighetto (Kukan, Balcers) 1:3. 60. Lammikko (Fröden) 1:4.




