Nicht die übliche aufgekratzte Stimmung der Vorfreude regiert nach den beiden Start-Niederlagen gegen Aussenseiter Rapperswil-Jona in der FKB-Arena, sondern Nervosität und Anspannung. Und auch die Fribourger Mannschaft geht nicht im Achtung-fertig-los-Stil ins Spiel. Und, so paradox es klingen mag, auch zwei frühe Strafen der Lakers tragen nicht zur Beruhigung bei. Denn das Powerplay ist bisher das grösste Problem von Gottéron.
19 Minuten in Überzahl blieben in den ersten Duellen ungenutzt. Was nicht nur dem giftigen Boxplay der Lakers und dem starken Goalie Nyffeler geschuldet ist. Obwohl Trainer Rönnberg mit US-Stürmer Rau anstelle des Kanadiers Rattie einen neuen Impuls gibt, bringt Gottéron auch diesmal mit einem Mann mehr nichts zustande.
Als dann aber Nati-Verteidiger Glauser, der sich kurz vor seinem Foul bei einem Check verletzt, auf die Strafbank muss, ist es das Powerplay der Gäste, das den Unterschied macht. Und zwar nicht im Sinn der Lakers. Strömwall bleibt an der blauen Linie hängen, Moy wischt, beim Versuch den Konter zu unterbinden, über den Puck, und verliert dann Borgström aus den Augen, der vom starken Gerber herrlich bedient wird und Nyffeler cool bezwingt.
Lakers haben kaum was zu melden
Von den Lakers sind lange keine vielversprechenden Offensivaktionen zu sehen. Sie wirken saft- und kraftlos. Haben ihnen die neun anstrengenden Spiele innert 17 Tagen zugesetzt? Oder war es das letzte Drittel beim 2:1-Sieg am Sonntag, als die St. Galler unter Dauerdruck standen? Dabei hatte sich Captain Dünner nach einer Handverletzung rechtzeitig für Game 3 zurückgemeldet.
Kurz nach Spielmitte legt Fribourg nach. Als eine Strafe angezeigt ist, spielt Wallmark mit einem herrlichen Pass De la Rose frei, der am weiten Pfosten einschiesst. Just als Rappi endlich in der Offensive etwas munterer wird, vollendet Streule einen Konter. Der robuste Zürcher Verteidiger bleibt jubelt auf dem Eis liegen und mimt crawlend einen Schwimmer. Es ist die Entscheidung, zumal Routinier Berra im Fribourger Tor eine einwandfreie Leistung zeigt und zur Stelle ist, als die Konzentration bei seinen Vorderleuten etwas nachlässt. Mit dem ungefährdeten 4:0-Sieg schwimmt sich Gottéron frei und verkürzt in der Serie auf 1:2.
Tore: 10. Borgström (Gerber/SH) 1:0. 31. De la Rose (Wallmark, Nemeth/Strafe angezeigt) 2:0. 39. Streule (Nicolet, Borgström) 3:0. 52. Gerber (Nicolet, Reber) 4:0.
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