Am Samstag hatte Fribourg den perfekten Start erwischt und sofort das Break geschafft, weil die Davoser Aufholjagd zu spät kam. Doch zu Hause missglückt dem Rönnberg-Team, das wieder heiss aus der Kabine kommt, der Start. Jecker lässt sich vom mit dem Messer zwischen den Zähnen forecheckenden Egli aus der Ruhe bringen und leistet sich einen Fehlpass in der eigenen Zone. Kessler lässt sich nicht zweimal bitten und bringt den Quali-Dominator in Führung.
Die Fribourger haben am Gegentor zu knabbern und ehe sie sich versehen, steht es schon 0:2. Goalie Berra lässt dabei einen Schuss von Dahlbeck durchrutschen. Die beiden ersten Schüsse auf das Tor des Routiniers sitzen. Gottéron erspielt sich zwar einige Chancen und kommt durch einen Weitschuss von Seiler zum 1:2. Doch kurz vor Ende des wilden Startdrittels trifft Frick im Powerplay, wobei Gottéron-Verteidiger Kapla den Schuss ins eigene Tor ablenkt.
Schiedsrichter geben wieder zu reden
«Sind das die besten Schiedsrichter, die wir in der Schweiz haben?», fragte HCD-Verteidiger Jung am Samstag nach der 2:3-Niederlage und fügte an: «Ich frage nur.» Damals pfiffen Kaukokari und Borga. Diesmal stehen Lemelin und Wiegand auf dem Eis. Und Jung könnte seine Frage wiederholen. Das Duo hat das Spiel nicht im Griff.
Da werden Strafen verteilt, wo keine Vergehen vorliegen. Eine Strafe kassiert auch Jung, als er vor dem Tor von Rathgeb angegangen wird. Nicht fürs Fragenstellen, sondern für «übertriebene Härte». Sonst drücken die Schiedsrichter aber die Augen zu, wenn bei Spielunterbrüchen noch herzhaft zugelangt wird. Dabei steht einer im Mittelpunkt: Lemieux, der US-Kanadier in Davoser Diensten, der am Samstag mit einem Foul gegen Bertschy zum Schluss aufgefallen war und schon bei der Spieler-Präsentation ein gellendes Pfeifkonzert der Fribourger Fans erntet.
Gottéron piesackt HCD-Lemieux
Lemieux ist diesmal aber nicht der Täter, sondern der Punching-Ball für Gottéron-Spieler, die sein Nervenkostüm und seine Robustheit überprüfen wollen. Auch die impulsiven HCD-Tschechen Stransky und Zadina werden Ziel von Provokationen durch Seiler, Streule und Rathgeb. Doch angesichts der frühen Führung fällt es den Davosern leicht, ihre Nerven zu behalten. Und mit der Zeit beruhigt sich die Lage.
Gottéron bemüht sich zwar und Seiler trifft den Pfosten. Doch der HCD verteidigt sich gut und lässt sich auch in achteinhalb Minuten in Unterzahl nicht bezwingen. So holt sich das Holden-Team das Rebreak und die Serie steht 1:1.
Tore: 3. Kessler 0:1. 4. Dahlbeck (Zadina, Andersson) 0:2. 12. Seiler (Streule, Gerber) 1:2. 19. Frick (Asplund, Lemieux/PP) 1:3.
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