Im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen der Serie, als jeweils der spätere Sieger mit einem frühen Tor die Weichen stellte, halten sich die beiden Teams lange die Waage. Und im Startdrittel sind auch die gewohnten Scharmützel nach den Unterbrüchen eine Seltenheit. Nicht zuletzt, weil es wenige Unterbrüche gibt.
Wie schon beim Auswärtssieg am Samstag geht Gottéron in Führung. Wallmark fängt den Puck ab und verlagert das Spiel zu seinem schwedischen «Zwilling» Sörensen, der Aeschlimann, der freie Sicht hat, mit seinem Schuss bezwingt.
Diesmal währt die Führung aber nicht viel länger als ein Wimpernschlag. Nur 13 Sekunden später stellt der HCD auf 1:1. Der erneut starke Nati-Stürmer Knak vollendet cool, nachdem Egli und Parrée, der dabei zweimal über den Haufen gefahren wird, hinter dem Tor die Vorarbeit leisten.
Untypisches Powerplay-Tor
Erst als Streule kurz vor Spielmitte die erste Strafe des Spiels kassiert, weil er in Goalie Aeschlimann crasht, fällt wieder ein Tor. Ein klassisches Powerplay-Tor ist es aber nicht, sondern vielmehr ein Konter, als die ermüdeten Fribourger zum Wechsel zur weit entfernten Bank hecheln. Aeschlimann spielt einen langen Pass, Frehner legt die Scheibe zur Mitte, wo Zadina seine Klasse zeigt und Berra bezwingt.
Im dritten Abschnitt wird das Spiel noch verbissener geführt. Jecker vergreift sich an HCD-Reizfigur Lemieux. Und Rathgeb traktiert Zadina ebenfalls ungestraft mit einem schmerzhaften Stockhieb. So kann Fribourg bei Gleichbestand den Ausgleich erzielen. Diesmal ist Sörensen, der sein bestes Spiel seit seinem Comeback nach dreimonatiger Verletzungspause zeigt, der Vorbereiter und Wallmark der Vollstrecker. Aeschlimann sieht dabei erneut nicht gut aus.
Wallmark streckt Zadina nieder
Weder die Davoser, bei denen Nati-Verteidiger Fora sein Comeback schnell wieder abbrechen muss, noch die Fribourger, bei denen Abwehrchef Nemeth erneut fehlt, können sich Vorteile erarbeiten. Das Spiel wiegt hin und her. Die beste Möglichkeit hat Nemeth-Vertreter Arola, der später nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Zadina verletzt ausfällt.
In der packenden ersten Overtime hat der HCD viel mehr vom Spiel, Fribourg durch Sörensen und Dorthe aber die besten Chancen. Aufregung kommt dann in der zweiten Verlängerung auf, als Wallmark HCD-Star Zadina mit einem Stockschlag ungestraft niederstreckt. Die Liga-Justiz wird sich der Szene annehmen müssen.
Die Entscheidung fällt erst in der 89. Minute, als Captain Sprunger für Fribourg zuschlägt.
Tore: 15. Sörensen (Wallmark) 0:1. 16. Knak (Egli, Parrée) 1:1. 29. Zadina (Frehner, Aeschlimann/PP) 2:1. 48. Wallmark (Sörensen) 2:2. 89. Sprunger (Seiler) 2:3.
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