Fragen über Fragen vor dem fünften Duell: Hat die 2:5–Klatsche in Zug das Davoser Selbstvertrauen angekratzt? Oder beim EVZ Kampfgeist und Konstanz entfesselt? Ein weiterer Zuger Sieg könnte die Bündner zumindest etwas nervös machen. Deren Reaktion auf den ersten vergebenen Halbfinal-Puck ist entsprechend zurückhaltend.
Dem EVZ gelingt es – wie von Trainer Benoît Groulx gefordert – erneut, den Davosern deren Angriffe madig zu machen, den Spielaufbau schon früh zu versauen und sie vor den Abschlüssen abzudrängen. Im Powerplay lenkt Senteler Fricks Schuss zwischen Aeschlimanns Schonern hindurch ins Tor.
Der Rückstand lockt die Bündner noch nicht wirklich aus dem Busch. Erstrunden-Draft Zadina versucht es Mal für Mal mit Solo-Vorstössen, bleibt hängen, verliert die Scheibe. Lange ist es vergebliche Müh und der bisher unspektakulärste HCD-Auftritt in dieser Serie. Die Dynamik verändert sich mit dem Ausgleichstreffer von Captain Stransky, der in Überzahl trifft. Und mit Kesslers Führungstreffer dann auch spürbar. EVZ-Verteidiger Sklenicka legt sich etwas früh hin und macht den Weg frei, Stransky irritiert – und berührt – EVZ-Goalie Genoni. Deshalb nimmt Groulx die Coaches Challenge, nachdem die Refs den Treffer auf dem Eis geben.
In der Wiederholung sehen sie keinen Grund, ihn zu annullieren, da der Kontakt zwischen Stransky und Genonis Schoner ausserhalb des Torraums stattgefunden hat. Weil ein Schuss von Tambellini, der für Lemieux ins Line-up gerückt ist, an allen Beinen und Stöcken vorbei den Weg ins Tor findet und der Kanadier noch eins draufsetzt, ist das EVZ-Saisonende besiegelt.
Der HCD versenkt den zweiten Matchpuck zur Halbfinal-Quali. Der souveräne Quali-Sieger muss sich hauptsächlich eine schlechte Start-Viertelstunde im vierten Duell in Zug ankreiden lassen. Der EVZ dagegen, dass es ihm nicht gelungen ist, eine missratene weil labile Regular Season durch starke Playoffs vergessen zu machen.
Fans: 6547 (ausverkauft)
Tore: 17. Senteler (Bengtsson, Kovar/PP) 0:1 22. Stransky (Frick, Zadina/PP) 1:1. 39. Kessler (Nussbaumer) 2:1. 48. Tambellini (Ryfors) 3:1. 59. Tambellini (Ryfors, Frehner) 4:1.




