Ihm zuzuschauen, ist eine Augenweide: HCD-Tscheche Zadina orchestriert mit seiner Spielübersicht und den feinen Händen Angriff um Angriff gegen Ambri. Viele davon sind gefährlich, weil die Abwehr der Leventiner Mal für Mal der Überforderung überführt wird. Beim ersten Gegentreffer sehen Wüthrich und Virtanen alt aus, als Zadina mit einem Zuckerpässchen Kessler auf die Reise schickt.
Ambri darf man Effizienz attestieren, weil der erst fünfte Torschuss den Ausgleich bedeutet. Doch das ist nur ein kurzes Aufbäumen. Vor dem zweiten Gegentreffer bringt Manix Landry den Puck nicht aus der Gefahrenzone vor Goalie Senn, sondern spielt ihn direkt auf den Stock von Passgeber Frehner. Den vorentscheidenden Patzer aber leistet sich Keeper Senn: Kessler spielt den Puck aus der eigenen Zone übers ganze Feld ins Rund. Senn will ihn hinter seinem Kasten abfangen und wegspedieren, allerdings lupft ihm Asplund just davor den Stock, schnappt sich die Scheibe und sieht den heranbrausenden Kessler, der zum 3:1 einnetzt.
Seinen Hattrick vollendet er beim nächsten Treffer – wieder dank Zadina. Weil es etwa so einfach geht, wie ein warmes Messer durch Butter gleitet, nimmt auch Topskorer Stransky Anlauf. Ambris Heim hängt dem Tschechen zwar am Hosenbund, versucht ihn jedoch dreimal vergeblich mit dem Stock zu stoppen und lässt den HCD-Captain schliesslich gewähren zum 5:1.
Der HCD in dieser Form ist eine Klasse für sich und klebt auch im Endspurt der Quali auf dem Leaderthron fest. Gegen ein hilfloses Ambri fährt er den achten Sieg in Serie ein.
Fans: 6765.
Tore: 7. Kessler (Zadina, Frick) 0:1. 12. De Luca (Joly) 1:1. 31. Ryfors (Egli, Frehner) 1:2. 36. Kessler (Asplund) 1:3. 42. Kessler (Zadina, Fora) 1:4. 49. Stransky (Fora) 1:5. 50. Joly 2:5.




