Der SCB ist nach der Niederlage gegen Kloten (1:2 n.V.), als man sich die Butter noch vom Brot nehmen liess, um Wiedergutmachung bemüht und übernimmt sofort die Initiative. Doch es sind die Genfer, die in Führung gehen, als die Berner gebannt auf den puckführenden Sakari Manninen starren und dabei dessen finnischen Landsmann Jesse Puljujärvi alleine lassen.
Es kommt noch schlimmer für Bern. Ein Schuss von Granlund im Powerplay landet via Handschuh von Manninen im Berner Tor. Und weil die Coach’s Challenge wegen eines vermeintlichen Offsides erfolglos bleibt, spielen die Genfer gleich wieder in Überzahl. Doch statt des 3:0 fällt da der Anschlusstreffer. Dabei zaubern Mike Sgarbossa und Torschütze Victor Ejdsell, nachdem Puljujärvi einen schlechten Pass von Manninen nicht kontrollieren kann.
Das gibt dem SCB Mumm. Im Mitteldrittel sind die Gäste die bessere Mannschaft und schaffen mit Powerplay-Treffern von Alexandr Iakovenko und Romain Loeffel die Wende. Kurz vor der zweiten Pause kann Puljujärvi aber mittels Ablenker ausgleichen.
Die Entscheidung im umkämpften Duell fällt erst in der Verlängerung. Da sind wieder die Genfer Finnen an der Reihe. Verteidiger Villi Saarijärvi trifft mit einem wuchtigen Schuss, als er und seine beiden Landsleute Granlund und Manninen so lange auf dem Eis bleiben, bis die Entscheidung gefallen ist.
So hat Servette nach vier Niederlagen einen zweiten Grund zum Feiern. Bereits vor dem Spiel wurden die drei Ex-Servette-Spieler Jonathan Mercier (40), Alain Reymond (55) und Henri Pache (82) mit den Insignes d’Or für ihre Verdienste geehrt.
Fans: 7135.
Tore: 8. Puljujärvi (Manninen, Rutta) 1:0. 14. Manninen (Granlund, Saarijärvi/PP) 2:0. 16. Ejdsell (Sgarbossa/SH) 2:1. 30. Iakovenko (Scherwey, Müller/PP) 2:2. 37. Loeffel (Aaltonen/PP) 2:3. 40. Puljujärvi (Berni, Granlund) 3:3. 62. Saarijärvi (Granlund, Manninen) 4:3.




