Erstmals seit dem Titelgewinn in der Finalissima gegen Biel vor drei Jahren spielt Servette wieder ein Playoff-Spiel. Nach dem langen Warten legen die Genfer schwungvoll los. Sie decken die Lausanner in den ersten Minuten mit einem Check-Gewitter unter Druck. So lässt Puljukärvi den robusten Verteidiger Marti durch die Luft fliegen, oder Brännström landet nach einer Charge von Jooris auf dem Eis, was dem Schweden sichtlich nicht mundet.
Lausanne kann sich so im ersten Abschnitt kaum einmal darum kümmern, in der Offensive Akzente zu setzen. Das Verhältnis der Schüsse aufs Tor beträgt zur ersten Pause 16:3 für die Gastgeber. Tore fallen aber keine.
Die Waadtländer, bei denen Rochette sein Comeback nach überstandener Verletzung gibt, verteidigen engmaschig und haben in Pasche einen sicheren Rückhalt. Und sie haben die Genfer Paradelinie mit NL-Topskorer Granlund, Manninen und Puljujärvi gut im Griff. Da scheint sich die Massnahme von Lausanne-Coach Ward, mit fünf ausländischen Stürmern (Verteidiger Niku ist überzählig) zu spielen und vier ausgeglichene Sturmreihen (Nati-Stürmer Jäger ist Center der 4. Linie) zu bilden, auszuzahlen.
Im Mitteldrittel kommt der Finalist der letzten beiden Jahre besser ins Spiel und kann Servette-Goalie Charlin vermehrt zu Arbeit zwingen. Doch die beiden Defensiven behalten die Oberhand, nachdem in den vier Quali-Derbys noch 32 Tore gefallen waren. Doch 76 Sekunden vor Ende des dritten Drittels fällt doch noch ein Tor: Puljujärvi trifft mit einem Distanzschuss. So führen die Genfer 1:0 in der Serie.
Fans: 7135.
Tor: 59. Puljujärvi (Karrer) 1:0.




