Spiel sieben. Servette deckt den Gegner zur Begrüssung mit einer Kavalkade von Angriffen ein, Lausanne sucht erstmal Ostereier. Inklusive der internen Video-Abteilung, die vor Servettes 1:0 (wie die Schiedsrichter) eine hauchdünne Offside-Stellung Manninens übersieht. Servette bestimmt bei numerischem Gleichstand wie (fast) immer in dieser Serie Tempo und Rhythmus, Lausanne kann sich nur in Überzahl Raum und Luft verschaffen – ist dabei aber so konsequent und präzise, dass Czarnik zwischenzeitlich ausgleichen kann.
Genf nimmt zur ersten Pause eine Führung mit, weil die Finnen-Kombo zaubert: Puljujärvi spielt Saarijärvi frei, der sieht am weiten Pfosten den freistehenden Granlund, 2:1. Topskorer Granlund unbewacht? Ja, weil Lausannes Haudegen Aurélien Marti den Puck fixiert, statt Granlund an die Kette zu legen. Ein kostspieliger Aussetzer.
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Lausanne ohne Chance
Servette dominiert danach fast nach Belieben, kontrolliert das Geschehen und gewinnt die Mehrzahl von Anspielen. Als sich Lausanne-Verteidiger Heldner mit einem Zuspiel verschätzt (45. Spielminute), steht plötzlich Josh Jooris allein vor Pasche. Das 3:1 ist ein Wirkungstreffer, der die Waadtländer unter Zugzwang setzt. Auf einen späten Ausgleichstreffer hoffen liegt nicht mehr drin, Lausanne muss das Spiel an sich reissen.
Das gelingt nur ansatzweise. Etwas mehr Puckbesitz in der gegnerischen Zone liegt zwar drin, mehr als ein paar unberechenbare Distanzschüsse ergeben sich aber nicht.
Genf trifft auf Fribourg
Trainer Geoff Ward setzt in der 56. Spielminute alles auf eine Karte und holt Goalie Pasche vom Eis. Mit einem Mann mehr kommt es zu brenzligen Situationen vor Servette-Goalie Charlin – bis Markus Granlund mit dem 4:1 in den leeren Kasten alles regelt.
Servette gewinnt die erste Playoff-Serie zwischen den Genfersee-Rivalen und bleibt so die erste Kraft in der Region. Das Viertelfinal-Aus ist ein heftiger Rückschlag für das ambitionierte Lausanne, das zuletzt zweimal erst im Final gescheitert war. Die Genfer bleiben für den Halbfinal in der Westschweiz. Sie treffen auf Fribourg-Gottéron. In der Deutschschweiz kommt es im Halbfinal zum Knüller zwischen Meister Zürich und Saison-Dominator Davos.
Fans: 7135
Tore: 2. Chanton (Granlund) 1:0. 15. Czarnik (Brännström, Rochette/PP) 1:1. 20. Granlund (Saarijärvi, Puljujärvi) 2:1. 45. Jooris 3:1. 57. Granlund (Manninen) 4:1 (ins leere Tor). 59. Vesey (Jooris) 5:1 (ins leere Tor).




