Wohl noch selten hat man auf diesem Niveau ein Spiel gesehen, das mit so vielen individuellen Fehlern beginnt. Liegts am Eis? Oder ist der Puck verhext? Bereits nach wenigen Sekunden kommt die Fribourger BBB-Linie zu Chancen durch Borgström und Biasca. Danach offeriert Sörensen dem Genfer Vesey mit einem Puckverlust in der eigenen Zone eine Chance.
Das nächste Geschenk kommt von Servette-Seite. Doch Biasca, der in diesen Playoffs schon dreimal das erste Tor seines Teams schoss und so zum Dosenöffner wurde, scheitert nach Saarijärvis Bock alleine gegen Charlin. Es geht weiter mit Pleiten, Pech und Pannen: Die Servettiens Puljujärvi und Verboon fahren sich gegenseitig über den Haufen. Dann läuft der Genfer Captain Rod alleine auf Berra zu, nachdem Arola der Stock gebrochen ist. Und auf der anderen Seite kann De la Rose einen Berni-Patzer nicht ausnutzen.
Das erste Tor fällt erst, als Rod nach einem Stockschlag von Rathgeb zu Boden sinkt und die Refs sich nach einer Video-Review für eine 2-Minuten-Strafe gegen den Gottéron-Verteidiger entscheiden. Doch es passt zu diesem Drittel, dass es nicht zu einem Powerplay-Tor, sondern zu einem Shorthander kommt. Nach einem Praplan-Fehlpass schickt Walser Bertschy auf die Reise und der Nati-Stürmer bezwingt Charlin. Und auch der Ausgleich fällt per Shorthander! De la Rose lässt sich den Puck von Puljujärvi abluchsen und der Finne stürmt davon und bezwingt Berra mit etwas Glück.
Fribourg geht aber erneut in Führung. Gerber vollendet einen Reber-Pass. Und dann setzt Bertschy seine Show gegen Servette fort. Er leitet den Gegenstoss über Biasca ein, rückt nach, tanzt vors Tor und umspielt Charlin. Klasse! Es ist der fünfte Treffer der Serie des Fribourgers, der in Abwesenheit des verletzten Sprunger das C auf der Brust trägt.
Es kommt noch schlimmer für die Genfer, Im Anschluss an eine Schwalben-Strafe gegen Charlin, der von Dorthe angefahren wird, aber zu viel daraus macht, erhöht Walser auf 4:1.
Im dritten Abschnitt kommt Meister-Keeper Mayer für den Nati-Goalie. Gibts wieder eine Wende wie im Spiel 6 gegen Lausanne (4:3 nach 0:3)? Praplan verkürzt im Powerplay und Ignatavicius stellt auf 3:4. Und Jooris hat den Ausgleich auf dem Stock. Doch Fribourg holt sich den ersten Auswärtssieg der Serie und drei Final-Pucks.
Tore: 20. Bertschy (Walser/SH) 0:1. 23. Puljujärvi 1:1. 30. Gerber (Reber) 1:2. 35. Bertschy (Biasca) 1:3. 39. Walser (Borgström, Reber) 1:4. 43. Praplan (Le Coultre/PP) 2:4. 53. Ignatavicius (Le Coultre) 3:4.
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