Der Start ist für Biel traumhaft, der formstarke Fabio Hofer bringt die Seeländer in Führung. Es ist sein 17. Saisontreffer, beim 3:2-Erfolg am Samstag in Bern hatte er bereits zum 1:0 getroffen und den Siegtreffer brillant vorbereitet. Doch die Freude währt nur kurz – Pechvogel Luca Christen bricht als hinterster Mann bei einem Schussversuch der Stock, Servette schaltet blitzschnell und Goalgetter Jesse Puljujärvi lässt sich nicht zweimal bitten.
Anschliessend zeigt Goalie Harri Säteri eine verhängnisvolle Unsicherheit, als sein Abpraller nach einem Schuss von Tim Berni zur perfekten Vorlage für Marco Miranda wird. Es ist das erste Genfer Tor eines Schweizers seit dem 31. Januar, ein Detail das zeigt, wie sehr die Romands von ihren Ausländern abhängig sind. Aber Biel lässt sich dadurch noch nicht aus der Fassung bringen – Yanick Sablatnig gelingt der Ausgleichstreffer.
Doch dann lassen sich die Bieler in Überzahl erwischen, der letztlich Josh Jooris zugesprochene Shorthander ist umstritten, war doch das Tor verschoben und auch Säteri wurde noch angegangen. Da die Bieler das Chaos mit einem Foul von Marcus Sylvegaard an Jooris aber selbst verursacht haben, wird der Treffer den Regeln entsprechend gegeben. Und hinterlässt Spuren: Nach einem Saarijärvi-Knaller lenkt Simas Ignatavicius vor dem Tor noch entscheidend ab. Für den 18-jährigen Litauer mit Schweizer Lizenz, wegen dem die NHL-Scouts derzeit in den Schweizer Stadien Schlange stehen, ist es das siebte Saisontor.
Es nimmt Biel den Mumm und mit dem 5:2 von Servette-Captain Noah Rod ist der gebrauchte Abend für die Seeländer dann Tatsache. Daran ändert auch das zweite Tor von Hofer nichts mehr. Da aber auch Langnau und Kloten verlieren, hält sich der Schaden in Grenzen. Biel bleibt auf Rang 10 über dem Strich und das Direktduell am Samstag gegen das punktgleiche Langnau wird der ultimative Knüller.
7135 Fans. - Tore: 10. Hofer (Dionicio) 0:1. 11. Puljujärvi (Granlund) 1:1. 17. Miranda (Berni, Rod) 2:1. 23. Sablatnig (Cajka) 2:2. 27. Jooris (Vesey/SH) 3:2. 31. Ignatavicius (Saarijärvi) 4:2. 44. Rod (Jooris, Chanton) 5:2. 56. Hofer (Andersson, Rajala) 5:3.




