Wie reagiert eine Mannschaft, die den Sieg im ersten Viertelfinal-Duell in den letzten eineinhalb Minuten des Spiels noch aus den Händen gegeben hat? Und die in der ganzen Saison kaum je vor Selbstvertrauen gestrotzt hat? Mit Entschlossenheit. Der EVZ hat sich vom Davoser Furioso nicht einschüchtern lassen. Der HCD ist hauptsächlich damit beschäftigt, Zuger Torchancen zu entschärfen.
Dabei fällt vor allem Wingerli mit seinem Torriecher auf. Doch auch Kovar, Hofmann und Künzle tauchen gefährlich vor HCD-Keeper Aeschlimann auf. Einen Hochkaräter vergibt Thurgau-Leihspieler Truog, als Aeschlimann gerade noch seinen Schoner ausfährt. Der Gegenangriff läuft, und nur wenige Sekunden später liegen die Davoser mit 1:0 in Front. Was ist passiert? Stadler versucht, HCD-Gross von Genoni fernzuhalten, doch der EVZ-Verteidiger prallt dabei rückwärts in seinen eigenen Goalie, dem dabei der Stock aus der Hand fällt. Einen Augenblick später klingelts hinter ihm, Knaks Schuss passt. Kann diesmal der EVZ reagieren?
Beide Teams treten zum zweiten Duell mit leicht veränderten Sturmlinien an, weil bei den Ausländern rotiert wird. Zugs Kubalik wird von dessen tschechischem Landsmann Vozenilek (bleibt ohne Einfluss) ersetzt. Bei Davos ist Rumpler Lemieux überzählig, für ihn spielt Erstrunden-Draft Zadina. Der Tscheche fällt mit Einzelaktionen und dem Zuspiel zum Führungstreffer auf, vorwiegend aber damit, dass er sich beim Schiri beschwert, sobald er etwas härter angegangen wird.
Nach einem Puckverlust von Wingerli verpassen die Davoser trotz 4:1-Situation gegen Verteidiger Riva den Ausbau der Führung. Weil die Bündner und ihr Torhüter Aeschlimann mit einem Shutout sattelfest bleiben, verlieren die Zuger auch das zweite Duell. Dies, obwohl es ihnen gelungen ist, die missglückte Regular Season abzuschütteln und in Playoff-Stimmung zu kommen. Doch drei unglückliche Aktionen kosten sie zwei Spiele.
Fans: 7450.
Tore: 33. Knak (Zadina) 0:1. 60. Tambellini 0:2 (ins leere Tor).




