Aufregung vor dem ersten Bully in Kloten: «Wenn das Absicht war, dann ist das absolut lächerlich», urteilt André Rufener, der am Freitagabend als Gast anwesende Spieleragent im Mysports-Studio. «Wenn das bewusst gemacht wurde, kann ich es überhaupt nicht verstehen», äussert sich zudem TV-Experte Thomas Walser. Was ist da bloss vorgefallen in der Swiss Arena?
Nun: Kloten rotiert auf den Ausländerpositionen. Aber das ist beim Warm-up nicht für alle zunächst ersichtlich. Denn der zuletzt in Bern (2:1-Overtimesieg für den EHCK) als verletzt gemeldete Kanadier Brandon Gignac trägt beim Einspielen nicht sein persönliches Aufwärmleibchen, sondern dasjenige des Finnen Petteri Puhakka mit dessen Namen und dessen Nummer 90 drauf. Puhakka ist gegen die SCL Tigers überzählig.
Im Match ist dann alles normal. Gignac läuft in seinem gewohnten Trikot mit der Nummer 10 auf – und hat sogar in der zweiten Minute nach einem Querpass von Axel Simic die erste Top-Chance der Zürcher Unterländer. Robin Meyer im Tor der Gäste ist allerdings zur Stelle.
Kloten ist zunächst offensiv sehr präsent, jedoch schaut für das Team von Lauri Marjamäki nach dem ersten Drittel nur eine 1:0-Führung (Eigentor mit dem Schlittschuh von Hannes Björninen) heraus. Die Tigers kommen dann im Mittelabschnitt durch Dario Allenspach tatsächlich auch zum Ausgleich.
Aber Kloten fährt trotzdem im vierten Direktduell in dieser Saison zum ersten Mal einen Sieg gegen Langnau ein. Simic und Noah Delémont sorgen mit ihren beiden Powerplaytoren innert fünf Minuten im Schlussdrittel dafür, dass die schwarze Auswärtsserie der Tigers weitergeht. Die Mannschaft von Thierry Paterlini hat im Jahr 2026 erst einmal in der Fremde reüssiert – das war am 2. Januar beim 3:0-Erfolg in Ambri.
Fans: 5168.
Tore: 16. Profico (R. Meier) 1:0. 38. Allenspach (J. Schmutz) 1:1. 44. Simic (Ramel/PP) 2:1. 49. Delémont (Simic/PP) 3:1.




