Eine nächste Hockey-WM für die Schweiz
Noch während der WM in Zürich und Fribourg wird bekannt, dass in absehbarer Zeit schon das nächste Hockey-Fest in der Schweiz steigen wird: 2028 wird sie als Gastgeberin der Frauen-WM fungieren. Dies teilt Swiss Ice Hockey am Freitag mit.
Der nationale Verband sieht das Turnier als wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des Schweizer Frauen-Eishockeys, das mit Olympia-Bronze im Februar einen neuen Höhepunkt erreichte. «Die Frauen-WM 2028 in der Schweiz wird ein Leuchtturm-Projekt, das diese positive Entwicklung vorantreiben wird», ist Marc Anthony Anner, der bei Swiss Ice Hockey unter anderem für den Frauensport verantwortlich ist, überzeugt. Wo in zwei Jahren genau gespielt wird, wird im kommenden Herbst bekanntgegeben.
Zuletzt hat die Frauen-WM 2011 in der Schweiz stattgefunden, wobei in Zürich und Winterthur gespielt worden ist.
Eishockey-WM 2030 wird in Finnland und Lettland stattfinden
Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2030 wird in Finnland und Lettland ausgetragen. Die gemeinsame Bewerbung beider Nationen wurde vom Internationalen Eishockey-Verband (IIHF) mit einer überwältigenden Mehrheit von 98,23 % der Stimmen angenommen. Damit kommt es zu einer Neuauflage des Turniers von 2023 – mit einem feinen Unterschied: Während 2023 noch in Tampere und Riga gespielt wurde, zieht das Turnier in vier Jahren von Tampere weiter nach Helsinki – während Riga als bewährter Spielort bleibt.
Damit steht der Fahrplan für die kommenden Jahre fest. Die nächsten Gastgeberländer sind: 2027 Deutschland, 2028 Frankreich, 2029 die Slowakei sowie 2030 Finnland und Lettland.
SIHF präsentiert Head of Women’s Hockey
Die bisherige Trainerin der U18-Frauen-Nati, Melanie Häfliger (43), übernimmt die Stelle als Head of Women’s Hockey in der Swiss Ice Hockey Federation (SIHF). «In dieser Funktion trägt Häfliger die Gesamtverantwortung für die Umsetzung und Weiterentwicklung der Fraueneishockeystrategie 2030 und stellt die nachhaltige Stärkung sowie Professionalisierung des Frauen- und Mädcheneishockeys in der Schweiz sicher», schreibt der Verband in einer Medienmitteilung.
Fribourg-Gottéron holt Estelle Duvin an Bord
Wie der HC Fribourg-Gottéron am Dienstag verkündet, hat man Estelle Duvin (29) für das Frauenteam an Bord geholt. «Als echte Referenz im Schweizer Fraueneishockey bringt Estelle Duvin eine aussergewöhnliche Erfolgsbilanz, eine aussergewöhnliche internationale Erfahrung und eine natürliche Führungsqualität mit, die dem Freiburger Kollektiv zweifellos zugutekommen werden», so der Verein.
Die Französin sagt: «Es ist ein Klub mit Ambitionen, der in den letzten Saisons eine starke Entwicklung gemacht hat. Ich freue mich darauf, in eine Stadt zu kommen, in der Eishockey eine Religion ist. Ich kann es kaum erwarten, in der BCF Arena zu spielen und die Fans kennenzulernen.»
Duvin, die vom SC Bern kommt, absolvierte 195 Länderspiele für die französische Nationalmannschaft, nahm an den Olympischen Spielen 2026 teil und wurde 2024 sowie 2025 zur MVP der PostFinance Women’s League gewählt. Zudem ist sie mehrfache Top-Skorerin der Women’s League.
Fribourgs Meister-Assistent wird Assistenztrainer der Nati
Der Schweizerische Eishockeyverband SIHF hat sein Trainerteam um den neuen Headcoach Jan Cadieux (46) für die Heim-WM in Zürich und Freiburg ergänzt. Wie der Verband am Montag in einer Mitteilung vermeldet, wird Rikard Franzén (58) bis und mit der Saison 2029/2030 Assistenzcoach der A-Nationalmannschaft.
Franzén bringt bereits viel Erfahrung im Schweizer Hockey mit. Nach einem Engagement bei Lausanne und den SCL Tigers war er bereits bei Genève-Servette Assistent von Cadieux und durfte 2023 den Schweizer Meistertitel sowie den Gewinn der Champions Hockey League 2024 mit den Genfern feiern. In der abgelaufenen Saison wurde er als Assistenztrainer mit Fribourg-Gottéron Meister.
Beim Verband assistierte er seit der Saison 2024/25 bei der U20-Nati und bei der A-Nati unter anderem bei der WM in Herning und Stockholm und den Olympischen Spielen in Mailand. Nun stösst der erfahrene Assistent als Vollzeit-Assistenztrainer zum Staff um Cadieux.
Ex-HCD-Verteidiger Dahlbeck hat neuen Klub gefunden
Nachdem Klas Dahlbeck (34) bereits im Herbst seinen Abgang vom HC Davos ankündet hatte, hat er nun seinen neuen Klub gefunden. Der Schwede kehrt nach 14 Saisons zurück in seine Heimat zu den Malmö Redhawks. Dort unterschreibt der Verteidiger einen Vertrag bis 2029. Für den HCD spielte Dahlbeck in den vergangenen vier Jahre und bestritt dabei 269 Spiele.
Ex-SCB-Coach Ehlers kehrt in Heimat zurück
In der abgelaufenen Saison übernahm Heinz Ehlers (60) nach der Entlassung von Jussi Tapola als Cheftrainer beim SC Bern. Jetzt kehrt der Däne nach 20 Jahren in seine Heimat zurück. Bei den Aalborg Pirates, bei denen sein Sohn Nikolaj, der in der NHL für die Carolina Hurricanes stürmt, Hauptaktionär ist, wird er Nachwuchschef und Assistent des neuen Headcoachs Daniel Johansson (33, Sd).
Adler Mannheim kehrt an den Spengler Cup zurück
Das Teilnehmerfeld des diesjährigen Spengler Cup nimmt weiter Form an. Wie die Organisatoren mitteilen, ist auch Adler Mannheim dabei. Der diesjährige Playoff-Finalist der Deutschen Eishockey Liga nimmt zum neunten Mal am Traditionsturnier teil. Letztmals waren die Mannheimer vor elf Jahren in Davos – in den Final haben sie es bisher nie geschafft.
Damit ist nur noch ein Startplatz offen. Neben Mannheim sowie Gastgeber und Titelverteidiger HCD sind auch die SCL Tigers, die US Collegiate Selects und Frölunda dabei. Das Team Canada fehlt hingegen erstmals seit 41 Jahren. Der letzte Teilnehmer wird in den nächsten Wochen bekanntgegeben.
Maple Leafs erhalten Nummer-1-Pick im NHL-Draft
In der Nacht auf Mittwoch wurde in der NHL die sogenannte Draft-Lotterie durchgeführt. Dabei wurde bestimmt, wer beim nächsten Draft, der am 26. und 27. Juni in Buffalo stattfindet, als erstes ein vielversprechendes Talent auswählen darf. Gewonnen haben die Toronto Maple Leafs. Das kanadische Team hatte von allen Mannschaften, die die Playoffs verpasst haben, die fünfgrösste Wahrscheinlichkeit, die Lotterie zu gewinnen. Letztmals durfte Toronto 2016 den ersten Spieler auswählen und entschied sich für Auston Matthews, der in der Saison zuvor bei den ZSC Lions spielte.
Auf dem 2. Platz landeten die San Jose Sharks, den dritten Pick dürfen die Vancouver Canucks tätigen. Als Top-Kandidaten auf den Nummer-1-Pick gelten die Stürmer Gavin McKenna (18, Ka) und Ivar Stenberg (18, Sd). Ausgewählt werden dürfen Talente, die zwischen dem 1. Januar 2006 und dem 15. September 2008 geboren sind.
Kader-Update bei SCB-Frauen
Wie der SC Bern am Freitag mitteilt, werden Kaderanpassungen beim Frauen-Team vorgenommen. Dazu gehört, dass Captain Lara Christen, Emma Ingold und Andrea Schranz ihre Verträge verlängern. Zusätzlich wird bekanntgegeben, dass die Kanadierin Sophie Hudson, die Finnin Ada Eronen sowie Zoe Merz und Lea MacLeod neu zu den Bernerinnen stossen werden. Gleichzeitig verlassen Nati-Spielerin Kaleigh Quennec, Cindy Joray und Maija Otamo den Klub.
Schweizer Eishockey-Verband gründet neue Mädchen-Liga
Premiere im Schweizer Eishockey: Auf die Saison 2026/27 wird erstmals eine reine Nachwuchs-Liga für Mädchen eingeführt, wie der nationale Verband am Dienstag in einer Mitteilung schreibt. Die «Junior Women's League U16» umfasst die Alterskategorien U13 bis U16, wobei pro Spiel auch maximal vier bis zu 19 Jahre alte Spielerinnen zugelassen sein werden. Neun Juniorinnen-Teams aus der ganzen Schweiz werden in der ersten Saison mittun und elf bis zwölf Spiele bestreiten. Gemäss der Mitteilung wird der Playoff-Modus noch genau ausgearbeitet.