«Das ist nicht finalwürdig!» Obwohl sich die Zugerinnen drei Chancen erspielen, sich zu Schweizer Meisterinnen zu krönen, brodelt es in Lara Stalder. Die EVZ-Kapitänin sagt nach dem 4:0-Auswärtssieg im zweiten Finalspiel gegen den SC Bern: «Jetzt haben wir erneut eine verletzte Spielerin.» Ihre Kritik richtet sich gegen die Unparteiischen. «Die Schiedsrichterleistung ist nicht das, was es sein könnte.»
In der Postfinance Arena vor 1562 Fans haben Karin Williner und Fabienne Stucki am Sonntagnachmittag das Sagen. Insgesamt spricht das Referee-Duo fünf kleine Strafen aus. Drei gegen Bern, zwei gegen Zug. Straffrei kommt Clara Rozier davon. Die Bernerin erwischt in der 43. Minute Stalder mit einem Check womöglich im Hals-/Kopfbereich.
Stalder windet sich daraufhin auf dem Eis. «Mir hats die Luft abgestellt. Ich war froh, kam Ivana (Wey, Anm. der Red.) und lupfte mich auf. Es ging dann für mich weiter», erklärt die 31-Jährige.
Verletzt vom Eis müssen hingegen im letzten Abschnitt Berns Stürmerin Cindy Joray und Zugs Verteidigerin Annic Büchi. Joray braucht nach der unnötigen Aktion von Noemi Neubauerova abseits des Spielgeschehens zwei Betreuer, damit sie das Spielfeld verlassen kann. Büchi landet nach dem Zweikampf mit Maija Otamo unsanft in der Bande. In diesen beiden Szenen entscheiden sich Williner und Stucki dafür, keine Sanktionen auszusprechen.
«Das waren zu viele Fehler»
«Ich bin die Letzte, die etwas gegen Frauenförderung sagt. Ich finde das super», erklärt Stalder, die eines der Aushängeschilder des Schweizer Frauen-Eishockeys ist. «Aber man könnte auch auf einen Mix setzen, sodass die Frauen an das Niveau herangeführt werden. Denn ich bin der Ansicht, im Final sollte es eine tadellose Leistung der Schiedsrichter sein. Fehler können passieren. Aber das waren jetzt zu viele Fehler. Die Headschiedsrichter müssen das Zepter besser in die Hand nehmen.»
In die Hand nehmen könnten am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) die Spielerinnen des EVZ den Meisterpokal. In der heimischen OYM Hall bietet sich den Zentralschweizerinnen im dritten Spiel der Best-of-5-Serie die Chance, den Sack bereits zuzumachen – und dies im zweiten Jahr nach dem Aufstieg.
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