Die Schweizer beginnen dieses zweite Spiel der Czech Hockey Games im Rahmen der Euro Hockey Tour zunächst vorsichtig, aber ordentlich. Im Lauf des ersten Drittels finden sie zusehends besser ins Spiel und müssten eigentlich in Führung gehen. Doch Théo Rochette trifft, nachdem er herrlich von Damien Riat freigespielt wird und das Tor offen ist, nur den Pfosten. Um sich ernsthaft für ein WM-Ticket ins Spiel zu bringen, ist Offensiv-Tenor Rochette auf Skorerpunkte angewiesen, denn bezüglich seiner Zweikampf-Robustheit auf internationalem Level bestehen Zweifel. Bislang gelingt es dem talentierten Lausanne-Stürmer abgesehen von einem Treffer gegen Ungarn nicht, entsprechende Argumente zu sammeln.
Stattdessen kann fast im Gegenzug Fabian Heldner hinter dem Schweizer Tor den Puck in einem Zweikampf nicht dingfest machen und als Folge davon kommt Patrik Puistola zum 1:0 für Finnland. Und dann ist sie schon wieder da, die totale Verunsicherung und die Schweiz beginnt damit, sich nach dem 1:8 am Donnerstag gegen Schweden ins nächste Debakel zu stürzen. Denn 48 Sekunden später schlägt es bereits wieder ein, weil die Zuordnung komplett fehlt. Auch die erste Drittelspause kann für keinen Umschwung sorgen. Romain Loeffel verursacht mit einem haarsträubenden Fehler das 0:3 und ist anschliessend auch am 0:4 beteiligt, indem er Torschütze Valtteri Ojantakanen gewähren lässt und auch Gregory Hofmann nur halbherzig Hilfe leistet.
«Die Spieler müssen jetzt gute Leistungen abrufen, wenn sie an die WM wollen», sagte Assistenztrainer Marcel Jenni gegenüber SRF vor dem Spiel. Orientiert man sich an dieser Aussage, wird Routinier Loeffel die Heim-WM vor dem Fernseher verfolgen müssen. Doch er ist wahrlich nicht der Einzige, der dieser Tage nicht genügt, da liesse sich mehr als die halbe Mannschaft aufzählen. Die ab nächster Woche dazustossenden NHL-Leaderfiguren um Roman Josi, Nico Hischer und Nino Niederreiter sowie die Playoff-Finalisten haben dadurch den Status von Heilsbringern.
Für Wende ist Hypothek zu gross
Immerhin gelingt es der Nati nach dem in Unterzahl kassierten 0:5 aufzustehen. Das 1:5 von Ken Jäger, über die gesamte bisherige WM-Vorbereitung betrachtet der beste Schweizer, ist ein Dosenöffner. Anschliessend treffen auch noch Tyler Moy, der nach seiner Verletzung in den Playoffs ein ansehnliches Comeback gibt, und Heldner, der einen Schuss von Denis Malgin mit dem Schlittschuh leicht abfälscht. Plötzlich steht es nur noch 3:5, das Resultat sieht dadurch freundlicher aus und auch die Körpersprache ist jetzt wieder eine andere. Manchmal braucht es im Eishockey wenig, um viel auszulösen. Doch um die ganze Partie noch auf den Kopf zu stellen, reicht es nicht mehr. Dafür ist die zuvor eingehandelte Hypothek zu gross.
Nati-Trainer Jan Cadieux wird keine Probleme haben, im Hinblick auf den nächsten Kaderschnitt am Sonntagabend bei den ausscheidenden Spielern entsprechende Argumente zu finden. Und vielleicht wird er sich neben den NHL-Spielern auch von mehr Playoff-Finalisten Hilfe holen, als dies ursprünglich geplant war. Zugleich steht Cadieux auch selbst unter Beobachtung – die Mannschaft nach der 1:8-Klatsche gegen Schweden wieder aufzurichten, ist ihm nur bedingt gelungen. Das abschliessende Spiel der Czech Hockey Games am Sonntag gegen die starken Tschechen wird auf jeden Fall für alle nochmals zu einem Charaktertest.
Füge jetzt die Eishockey-Nati deinen Teams hinzu, um nichts mehr zu verpassen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Österreich | 0 | 0 | 0 | |
1 | Finnland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Deutschland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Großbritannien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Ungarn | 0 | 0 | 0 | |
1 | Lettland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Schweiz | 0 | 0 | 0 | |
1 | USA | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 0 | 0 | 0 | |
1 | Tschechische Republik | 0 | 0 | 0 | |
1 | Dänemark | 0 | 0 | 0 | |
1 | Italien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Norwegen | 0 | 0 | 0 | |
1 | Slowakei | 0 | 0 | 0 | |
1 | Slowenien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Schweden | 0 | 0 | 0 |



