Darum gehts
- Das erste Halal-Fitnessstudio der Schweiz plant 2026 in Dietikon zu eröffnen
- Frauen und Männer trainieren getrennt, mit Halal-Snacks und Gebetsbereich
- 175 m² Studio, Monatsgebühr von 54 bis 65 Franken, alles digital organisiert
In Dietikon könnte bald das erste Halal-Fitnessstudio der Schweiz eröffnen. Nachdem das Projekt im vergangenen Herbst kurzfristig gestoppt worden war, liegt nun ein Baugesuch vor. Darüber berichtete zuerst die «Limmattaler Zeitung». Das Gesuch für das geplante Studio an der Heimstrasse 46 ist noch bis zum 9. April öffentlich einsehbar.
Hinter dem Projekt steht das «954 Studio» der Brüder Tolga, Emre und Berke Argön. Vorgesehen ist ein Boutique-Fitnessstudio mit rund 175 Quadratmetern Fläche. Die monatlichen Mitgliedsbeiträge sollen laut Bauunterlagen zwischen 54 und 65 Franken liegen.
Verwirrung um Baugesuch
Ursprünglich wollte das Studio seine Türen am 20. Oktober 2025 öffnen. Auf Social Media hiess es kurz zuvor, die Verzögerung sei auf «etwas Papierkram» zurückzuführen, wie die Zeitung schreibt. Später stellte sich heraus, dass das notwendige Baugesuch beim Dietiker Bauamt fehlte.
Am Konzept halten die Betreiber weiterhin fest. Männer und Frauen sollen zu unterschiedlichen Zeiten trainieren können, wobei Frauen mehr Trainingsslots erhalten sollen. Ziel sei ein geschütztes Trainingsumfeld. Geplant sind ausserdem Halal-Snacks, ein Gebetsbereich sowie ein Zugangssystem per App und QR-Code. Laut Hausordnung müssen Trainingskleider mindestens bis über die Knie reichen.
Kritik vonseiten der SVP
Die Ankündigung des Studios hatte im Herbst auch politische Reaktionen ausgelöst. Die Junge SVP des Kantons Zürich protestierte damals am Bahnhof Dietikon und verteilte Cervelats als Zeichen «für Schweizer Kultur und gegen religiöse Extrawürste».
Wann das Studio tatsächlich eröffnet, hängt nun vom Entscheid der Behörden ab. «Sobald wir die Bewilligung erhalten, werden wir umgehend eröffnen», sagte Emre Argön der «Limmattaler Zeitung».