In Illnau sind weitere Explosionen zu hören
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Kleinere als am Mittwoch:In Illnau sind weitere Explosionen zu hören

«Alles im Körper zusammengezogen»
Elektriker Adrian Schärz (37) erlebte die Mega-Explosion hautnah mit

Die gewaltige Explosion in Illnau-Effretikon erschütterte am Donnerstag die Region. Über 70 Schadensmeldungen gingen bei der Polizei ein, darunter zerstörte Dächer und Fenster. Die Ermittlungen und Sicherungsarbeiten dauern an.
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Dieser Schopf wurde durch die Detonation völlig zerstört.
Foto: Ralph Donghi

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mega-Explosion in Illnau-Effretikon spürbar, 70 Meldungen an Polizei Zürich
  • Schäden an Dächern, Fenstern und Aquarium, Ermittlungen laufen
  • Explosionen dauern an, Polizei sichert weitere Sprengstoffe am Tätsch-Gelände
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Die Mega-Explosion von Illnau-Effretikon ZH war am Mittwoch kilometerweit spürbar. 70 Meldungen hat die Kantonspolizei Zürich im Rahmen der Detonation erhalten, wie die Polizei in einem Update am Donnerstag bekannt gibt. Die Schäden sind beträchtlich.

«Bis heute Vormittag nahmen Kantonspolizistinnen und Kantonspolizisten im Umkreis von bis zu 10 Kilometern um den Ereignisort mehr als 70 Meldungen von Beschädigungen entgegen. Es wurden Schäden unter anderem an Dächern, Mauerwerken, Fenstern und Türen sowie an einem Aquarium gemeldet. Eine Einschätzung zur Schadenssumme kann noch nicht gemacht werden. Die Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich dauern weiter an.

Video zeigt Zerstörung in Illnau-Effretikon ZH
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Nach Mega-Explosion:Video zeigt Zerstörung in Illnau-Effretikon

«Mir wurde schwindelig»

Elektriker Adrian Schärz (37) hat die Explosion hautnah miterlebt. Er befand sich rund 600 Meter vom Unfallort entfernt. Gegenüber Blick schildert er, was er erfahren hat. «An den Knall kann ich mich nicht mal wirklich erinnern. Es hat einfach alles zusammengezogen im Körper und dann wieder auseinander.» Im ersten Moment habe er gar nicht gewusst, was genau passiert. «Mir wurde schwindelig», beschreibt der 37-Jährige. Ein Krankenwagen wurde alarmiert. Ins Spital musste er nicht. 

Es habe sich jedoch beunruhigend angefühlt. «Wie wenn jemand einem zwei Hämmer auf den Kopf schlägt.» So etwas habe er noch nie erlebt. «Ich dachte, es handelt sich um eine Gasexplosion. Ich bin aber froh, dass es nichts Schlimmeres war.»

«Als würde jemand mit zwei Hämmern zuschlagen»
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Adrian Schärz über Druckwelle:«Als würde jemand mit zwei Hämmern zuschlagen»

Weitere Explosivstoffe sichergestellt

Am Donnerstagmorgen setzt die Polizei die Arbeiten am Schadensplatz auf dem Sprenggelände Tätsch fort, wie aktuelle Bilder zeigen. «Nach dem gestrigen Unfall sind noch Explosivstoffe übrig geblieben. Diese müssen jetzt vernichtet werden», erklärt Polizeisprecher Alexander Renner gegenüber Blick. 

Spezialisten des Zürcher Entschärfungsdiensts des Forensischen Instituts Zürich vernichten diese derzeit in mehreren Tranchen an Ort und Stelle. Daher können mehrere Explosionen hörbar sein. Die Arbeiten könnten auch noch bis morgen andauern, so Renner. Die Sprengungen werden nicht mehr im Umfang zu hören sein, wie das am Mittwoch der Fall war. 

Renner bekräftigt vor dem Hintergrund der hohen Anzahl an Schadensmeldungen: «Es steht fest, dass die Personen, die beteiligt waren, sicher viel Glück hatten.»

Gelände gesperrt

Das Gelände Tätsch und die Umgebung sind aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

«Es wurden mehrere hundert Kilo Sprengstoff verbrannt»
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Polizei informiert:«Es wurden mehrere hundert Kilo Sprengstoff verbrannt»

Aufruf: Schäden, die im Zusammenhang mit der Explosion entstanden sind, können weiterhin der Kantonspolizei Zürich, Telefon 058 648 48 48, gemeldet werden.

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