Mercedes fährt wegen Stau rückwärts
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Keine Lust aufs Warten:Mercedes flüchtet vor dem Stau – rückwärts!

Ausgerechnet!
A2-Rückwärtsfahrt-Auto ist auf Security-Firma eingelöst

Gefährliche Aktion auf der A2 bei Erstfeld UR: Ein Mercedes fährt am Karfreitag im Stau rückwärts. Trotz Warnungen ignorierte die Person am Steuer den Verkehrsdienst – vorerst. Jetzt zeigen Recherchen von Blick: Der Wagen ist auf eine Sicherheitsfirma eingelöst.
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Der schwarze Wagen (Mitte hinten) beginnt, auf dem A2-Pannenstreifen bei Erstfeld rückwärts zu fahren – ein erstes Auto fährt an ihm vorbei.
Foto: BRK News

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Mercedes fuhr am Karfreitag bei Erstfeld UR rückwärts auf der A2
  • Das Auto gehört einer Sicherheitsfirma, die keine Stellungnahme abgibt
  • Verbotenes Rückwärtsfahren auf Autobahnen: Es droht ein Strafverfahren
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Ralph DonghiReporter News

Es sind gefährliche Szenen: Ein schwarzer Mercedes fährt am Karfreitag wegen des Osterstaus auf der A2 bei Erstfeld UR rückwärts – auf dem Pannenstreifen. Jetzt zeigen Recherchen von Blick: Das Auto ist ausgerechnet auf eine Sicherheitsfirma eingelöst!

Doch der Reihe nach: Die Szene wurde um 9.19 Uhr gefilmt. Zuerst fährt der schwarze Wagen in den Stau. Doch als die Person am Steuer sieht, wie lange dieser schon ist, legt sie den Rückwärtsgang ein – und fährt auf dem Pannenstreifen retour. Dabei hat sie kein Pannenlicht eingeschaltet, nur die Rückwärtslichter sind zu sehen.

Mehrere hundert Meter weit rückwärts gefahren

Dann fährt ein erster schwarzer Wagen links am Mercedes vorbei auf die Autobahn, dann ein weisser. Daraufhin nochmals ein schwarzes Auto. Es ist weiter zu sehen: Das rückwärtsfahrende Auto gerät beinahe nach rechts in die Leitplanke und korrigiert seine Spur. Dann fahren nochmals zwei schwarze Autos an ihm vorbei in den Stau.

Die Rückwärtsfahrt geht über mehrere hundert Meter weit. Dann stoppt der falsch fahrende Wagen beinahe. Der Grund: Ein Mann von einer Sicherheitsfirma in gelber Uniform winkt etwas weiter hinten und gibt mehrfach ein Zeichen mit einem orangen Leuchtstab, dass er wieder vorwärtsfahren soll. Er ruft: «Vorwärts!» Doch der Wagen kommt weiter auf dem Pannenstreifen rückwärts.

Polizei nimmt keine Stellung zum Video

Jetzt kommt ein Mann in oranger Uniform daher. Er ist eine Person vom Verkehrsdienst. Er geht zum Wagen hin und sagt der Person am Steuer durchs offene Fahrerfenster, dass er nach vorne fahren soll – mehrfach. Wieder fahren Autos, diesmal zwei Vans, am Mercedes vorbei. Das Video stoppt hier.

Laut Informationen von Blick ist der Fahrer dann doch noch vorwärts in den Stau gefahren. Ob ihn die Kantonspolizei Uri später noch ausfindig gemacht hat, ist unklar. «Wir werden zu diesem Video keine Stellung nehmen und informieren im Allgemeinen nicht über laufende Strafverfahren», sagt Pascal Bryner von der Kantonspolizei Uri.

Wenden und Rückwärtsfahren verboten

Sicher ist: Die Verkehrsregelverordnung umschreibt, dass auf Autobahnen und Autostrassen das Wenden und Rückwärtsfahren untersagt ist. Bryner von der Kapo sagt: «Fehlverhalten werden mit einer Anzeigestellung an die zuständige Staatsanwaltschaft rapportiert, welche eine Gesamtbeurteilung sicherstellt.»

Die Sicherheitsfirma, auf die der rückwärtsfahrende Wagen eingelöst ist, bittet «nach interner Prüfung» um Verständnis, «dass wir zu diesem Vorfall keine Stellung nehmen und keine Auskünfte erteilen werden». Sie droht mit rechtlichen Schritten, falls ihr Firmenname genannt werden würde.

Konsequenzen für Person am Steuer unklar

Somit bleibt unklar, wer genau am Steuer des rückwärtsfahrenden Autos war und ob es für diese Person juristische oder firmeninterne Konsequenzen haben wird.

Sicher ist: Heute wird vor dem Gotthard-Nordportal viel weniger Stau erwartet als gestern.

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