Skifahrer eilen zur abgestürzten Gondel
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Kurz nach Absturz:Skifahrer eilen zur Gondel

Gondel-Absturz in Engelberg
61-jährige Frau aus der Region kommt ums Leben

Im Skigebiet Engelberg stürzte am Mittwoch eine Gondel ab und überschlug sich mehrmals. Dabei kam eine Person ums Leben. Laut mehreren Leserreportern herrschten starke Winde, als die Tragödie passierte.
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Bei dem tragischen Absturz kam eine Person ums Leben.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Im Skigebiet Engelberg stürzte Mittwoch eine Gondel ab, eine Person starb
  • Augenzeugen berichten von starken Winden bis 130 km/h als Ursache
  • Betroffene Bahn geschlossen, Evakuierung weiterer Passagiere im Gange
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Im Skigebiet Engelberg ist am Mittwochmorgen kurz nach 11 Uhr eine Gondel abgestürzt. Leservideos zeigen, wie eine Kabine einen Hang herunterrollt und sich mehrmals überschlägt.

Gondel donnert den Berg runter
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Leservideo zeigt:Hier donnert die Gondel den Berg runter

In einer anderen Aufnahme ist zu sehen, wie Personen zur Unfallstelle eilen. Eine verletzte Person wird von Rettern abtransportiert. Gegenüber Blick sagt ein Augenzeuge: «Sie haben eine Person sicher 30 Minuten versucht, wiederzubeleben.» Es sei ein schockierender Anblick gewesen. 

Auch mehrere Schulkinder, die gerade an einem Skilager teilnehmen, mussten das Unglück mitansehen. Zu ihnen gehört die 14-jährige Beren Akkaya aus Goldach SG. «Ich bin richtig erschrocken. Wir hatten dann Angst, mit der Gondel wieder herunterzufahren», sagt sie zu Blick. Blick-Leser Dennis (35) gab ausserdem an, der Katastrophe nur knapp entgangen zu sein.

61-jährige Frau tödlich verletzt

Am Nachmittag melden sich die Behörden und die Verantwortlichen der Titlis Bergbahnen zu Wort. Die Polizei bestätigt an der Pressekonferenz um 15 Uhr, dass die Person in der Gondel bei dem Absturz tödlich verletzt wurde. Dabei starb eine 61-jährige Frau aus der Region. Sie habe sich alleine in der Kabine befunden, wie die Kapo zuvor an der Medienkonferenz bekannt gab.

Eine gute Stunde später stellen sich die Verantwortlichen der Titlis Bergbahnen den Fragen der Journalistinnen und Journalisten. «Es ist für uns auch wichtig, dass der Vorfall sekundengenau aufgearbeitet wird. Wir werden alle Daten lückenlos zur Verfügung stellen», sagt CEO Norbert Patt. «Es ist ein ausserordentliches Ereignis. Gondeln dürfen nicht abstürzen», fügt er hinzu.

Wie stark der Wind konkret beim Unglück war, kann Patt nicht sagen. «Wir gehen davon aus, dass es gewindet hat. Die Frage ist, ob es Spitzengeschwindigkeiten waren oder Durchschnittsgeschwindigkeiten», sagt er weiter. Auch sei noch unklar, ob ein technischer Fehler den Absturz verursacht hat. Die letzte Revision der Gondelbahn sei planmässig im vergangenen September gewesen. «Die Bahn ist im technisch neuesten Zustand gewesen.»

Es herrschen starke Winde

Betroffen war die Bahn Xpress Trübsee-Stand, die auf der Webseite der Titlis Bergbahnen kurz nach dem Unglück als geschlossen deklariert war. Zeitweise waren alle Bahnen bis auf drei im Titlisgebiet geschlossen. Die Passagiere der Unglücksbahn wurden evakuiert und mit einer grösseren Gondel ins Tal gebracht. Um etwa 16 Uhr wurde bestätigt, dass die Evakuierung abgeschlossen ist.

Laut mehreren Leserreportern soll die Gondel wegen zu viel Wind abgestürzt sein. Am Mittwoch herrschten in der Region starke Winde von Windspitzen bis über 80 km/h – in exponierten Lagen bis zu 130 km/h, wie aktuelle Werte von Meteo Schweiz zeigen.

Den Unfallhergang beschrieb ein Leserreporter wie folgt: «Es hat stark gewindet. Dann gab es einen Ruck, wo sich das Seil bewegt hat.» Schliesslich sei die Kabine abgestürzt. Noch 20 Minuten vorher habe sich der Augenzeuge selbst in der Gondel aufgehalten. 

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