Darum gehts
- Steinschlag in Weggis LU: Hangbewegungen lösten am Montag Bäume und Steine
- Tannenbergstrasse und Zingelistrasse teils gesperrt, Bewohner mussten Haus verlassen
- Experten vor Ort, Behörden fordern Bevölkerung zur Meidung des Gebiets auf
Steinschlag am Fuss der Rigi: Am Montag ist es im Gebiet Windlochboden/Roseweid in Weggis LU zu «massiven Hangbewegungen» gekommen, wie aus einer Mitteilung der Gemeinde hervorgeht. Dabei lösten sich stellenweise Bäume und auch grössere Steine gerieten ins Rutschen.
Die Gemeinde hatte am Mittag rasch reagiert und verschiedene Sicherheitsmassnahmen umgesetzt: Die Tannenbergstrasse wurde vorübergehend gesperrt, ebenso ein Abschnitt der Zingelistrasse. Aus Vorsicht mussten zudem die Bewohnerinnen und Bewohner eines Einfamilienhauses an der Zingelistrasse ihr Zuhause verlassen. In einem besonders gefährdeten Bereich wurden entlang der Strasse zusätzliche Schutzelemente installiert.
Am Dienstagnachmittag schreibt die Gemeinde, dass sich die Situation mittlerweile «etwas beruhigt und teilweise stabilisiert» habe. Die Lage wurde gemeinsam mit Vertretungen des Kantons sowie beigezogenen Fachpersonen eingehend beurteilt. Aktuell werde die Installation eines elektronischen Messsystems geklärt, welches die Bewegungen im Gelände laufend überwachen soll. Eine Umsetzung sei vorgesehen, sofern sich die Situation auch nach den für das Wochenende prognostizierten Niederschlägen weiterhin ruhig zeige.
Fachleute prüfen die Gefährdungslage
Die am Montag ergriffenen Sofortmassnahmen bleiben bis auf Weiteres bestehen. Insbesondere die Sperrung der Tannenbergstrasse sowie eines Abschnitts der Zingelistrasse wird aufrechterhalten. Weiter heisst es in der Mitteilung: «In den kommenden Tagen wird sich insbesondere im Zusammenhang mit der Wetterentwicklung zeigen, ob es zu weiteren Hangbewegungen kommt. Die Lage wird weiterhin engmaschig überwacht.» Die Anwohnenden wurden direkt informiert, und Fachleute – darunter Geologen, kantonale Spezialisten sowie die Feuerwehr – sind vor Ort im Einsatz.
Die Behörden bitten die Bevölkerung, das betroffene Gebiet bis auf Weiteres grossräumig zu meiden und die Absperrungen unbedingt einzuhalten. Über die weitere Entwicklung wird die Gemeinde laufend informieren.