Tragödie in Saint-Légier VD
Chefkoch (†54) und Sohn (†14) erschossen – Nachbarn geschockt

In der Waadt wurden ein Vater und sein jugendlicher Sohn tot aufgefunden. Die Leichen wiesen Schusswunden auf.
Publiziert: 28.08.2025 um 14:17 Uhr
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Aktualisiert: 29.08.2025 um 07:38 Uhr
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Eine Frau entdeckte die beiden Leichen in ihrem Haus.
Foto: Screenshot Google Maps

Am Mittwochmittag wurde die Waadtländer Polizeizentrale (CVP) alarmiert, dass in einem Haus in Saint-Légier-La Chiésaz Schreie zu hören waren. Schnell trafen Polizisten vor Ort ein und betraten das Haus. Sie entdeckten die Leichen eines Mannes (†54) und eines Jugendlichen (†14), die durch Schusswaffen getötet worden waren.

Nach ersten Ermittlungsergebnissen handelt es sich bei den Opfern um Franzosen. Der Vorfall ereignete sich im Haus des Vaters. Eine Beteiligung Dritter ist nach ersten Erkenntnissen ausgeschlossen. Die Schreie stammten von der Lebensgefährtin des Mannes, die die Leichen nach ihrer Rückkehr entdeckte, heisst es in einem Communiqué der Polizei. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. 

«Wenn er uns die Tür aufhielt, lächelte er immer»

In der Wohnsiedlung herrscht nach dem Vorfall Überraschung, wie «Le Temps» berichtet. Ein direkter Nachbar meinte, der Mann wohnte noch nicht lange in der Siedlung. «Viele wohnen seit Beginn, also seit etwa zwanzig Jahren, hier. Er und seine Partnerin waren erst seit etwa zwei Jahren hier. Der Sohn kam nur in den Schulferien.» Die Kantonspolizei bestätigte der Zeitung zuvor, dass der Junge im Ausland wohnhaft war.

Eine weitere Anwohnerin berichtete von einigen Aufeinandertreffen in der Garage, die sich alle Bewohner und Bewohnerinnen der Überbauung teilen. Er habe ihr oft die Tür aufgehalten, erinnert sie sich. «Wenn er uns die Tür aufhielt, lächelte er immer.»

Bei dem 54-Jährigen soll es sich um einen Chefkoch gehandelt haben. Zuletzt habe er bei Nestlé gearbeitet, wo er neben dem Kochen auch mit der Entwicklung neuer Produkte beauftragt wurde. Der Konzern äusserte sich auf Anfrage von «Le Temps» mit einer Stellungnahme. «Wir sind zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen.»

Weiter sei er Mitglied bei den Toques Françaises gewesen sein – einem Verein für französische Gastronomie. Über seine Karriere hinweg soll er für eine Luxushotelkette in mehreren Spitzenrestaurants gekocht haben.

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