Darum gehts
- Polizeieinsatz in Engwang: 51-jährige Frau seit Januar 2026 vermisst
- 50-jähriger Schweizer wegen Verdachts auf vorsätzliche Tötung festgenommen
- Menschliche Überreste auf abgesperrtem Gebiet gefunden
Seit den Morgenstunden waren Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau im Auftrag der Staatsanwaltschaft auf einem Grundstück in Engwang TG im Einsatz. Ziel der koordinierten Aktion war die Sicherstellung von Beweismitteln, hiess es in einer Mitteilung am Morgen.
Am Dienstagnachmittag dann die nächste Meldung: Menschliche Überreste wurden gefunden. «Die Identität ist noch unklar und wird durch das Institut für Rechtsmedizin in Zusammenarbeit mit dem Kriminaltechnischen Dienst abgeklärt», heisst es in der Mitteilung.
Die Kantonspolizei Thurgau schreibt auch, dass die Suchaktion noch nicht abgeschlossen sei. «Ziel ist die Sicherstellung von weiteren Beweismitteln», sagt der Mediensprecher auch gegenüber BRK-News.
Frau seit Januar vermisst
Im Januar 2026 wurde eine heute 51-jährige Frau als vermisst gemeldet. Seither stellten Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei umfangreiche Ermittlungen an. Aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse gehen die Strafverfolgungsbehörden von einem Tötungsdelikt aus.
Das betroffene Gebiet wurde in einer ersten Phase grossräumig abgesperrt, erklärte ein Sprecher der Kantonspolizei Blick am Telefon. Mehrere Spezialisten aus verschiedenen Bereichen wurden aufgeboten, um Beweismittel sicherzustellen und den Verbleib der vermissten Frau zu ermitteln. «Der Einsatz kann mehrere Tage oder Wochen dauern», sagt er.
Schweizer (50) verhaftet
Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 50-jähriger Schweizer. Dieser gilt als dringend tatverdächtig. Wie die Staatsanwaltschaft Thurgau gegenüber «20 Minuten» bestätigte, wurde der Mann bereits vor dem Fund der Überreste in Spanien festgenommen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber Blick, dass der verhaftete Mann und die vermisste Frau eine Beziehung miteinander führten.
Die Staatsanwaltschaft führt gegen ihn ein Verfahren wegen des Verdachts auf vorsätzliche Tötung. Die Strafverfolgungsbehörden würden eng zusammenarbeiten, um den Verbleib der Vermissten und den Sachverhalt lückenlos aufzuklären.